Neue Spekulationen um London-Anschläge: Terrorakt war mit fünf Attentätern geplant

Einer der Männer im letzten Moment abgesprungen?

Die Selbstmordattentäter von London hatten einem Zeitungsbericht zufolge einen fünften Komplizen, der aber kurz vor den Anschlägen absprang. Das berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf einen Freund von Shahzad Tanweer, einem der vier Selbstmordattentäter, die am 7. Juli 2005 in London 52 Menschen in den Tod rissen.

Der fünfte Mann lebe bis heute in Beeston, dem Stadtteil von Leeds, aus dem fast alle Attentäter kamen. Scotland Yard wolle die Angaben in dieser Woche überprüfen, berichtete das Blatt. Der Polizei sei der Mann bekannt, sie habe ihn aber bisher nicht befragt.

Spekulationen über einen fünften Attentäter gibt es unter anderem deshalb, weil die Polizei Sprengstoff gefunden hatte in einem Auto, das die vier Täter am Morgen der Anschläge benutzt hatten. Der fünfte Mann hätte zu ihnen stoßen sollen, sei aber nicht gekommen, zitierte die "Sunday Times" ihren Informanten.

Der Bruder des Mannes habe diesen dazu überredet, sich doch nicht an dem Plan zu beteiligen. Die vier Männer seien dann ohne den fünften Mann losgefahren, weil sie ihren Zeitplan einhalten wollten. (apa/red)