Neue Ölkatastrophe bedroht Rotes Meer:
Ägyptens Strände müssen gesperrt werden

Aus defekter Bohrinsel tritt nach wie vor Öl aus Küste auf Länge von 160 Kilometern verschmutzt

Neue Ölkatastrophe bedroht Rotes Meer:
Ägyptens Strände müssen gesperrt werden © Bild: APA/EPA/Gardner

Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada am Roten Meer tritt nach Angaben von Umweltschützern weiterhin Öl aus einer Bohrplattform aus. Er habe Informationen, dass aus dem Leck wieder Öl fließe, nachdem es vorübergehend geschlossen gewesen sei, sagte der Biologe Ahmed el Drubi, Mitglied der Vereinigung zum Umweltschutz in Hurghada (HEPCA), die die Verschmutzung öffentlich gemacht hatte.

Einige Inseln seien besonders betroffen, dort seien tote, ölverschmierte Vögel und Meeresschildkröten gefunden worden, erklärte El Drubi. Die Inseln seien praktisch unberührt und damit von großer Bedeutung für Tiere und Pflanzen. Auch einige Urlauberstrände wurden verschmutzt.

Ein ägyptischer Regierungssprecher erklärte, die Menge des ausgetretenen Öls sei "begrenzt", nannte aber keine Einzelheiten. Der Ölteppich sei in der vergangenen Woche entdeckt worden und inzwischen weitgehend eingedämmt, sagte er der amtlichen Nachrichtenagentur MENA zufolge. Der Leiter der Abteilung für Umweltschäden, Mahmud Ismail, erklärte, die Strände würden in wenigen Tagen gesäubert sein. Von den Hotels gebe es nur wenige Beschwerden. Er räumte allerdings ein, die Lage auf den Inseln sei schlimmer. Die HEPCA warf der Regierung vor, sie wolle das Ausmaß der Schäden verschleiern.

Leck auf Bohrplattform
Aus Kreisen der betroffenen Ölfirma verlautete, der Ölteppich habe die Küste auf einer Länge von 160 Kilometern verschmutzt. Verursacht wurde die Verschmutzung den Angaben zufolge von einem Leck auf einer Bohrplattform nördlich von Hurghada.

Der Badeort ist eines der wichtigsten Touristenzentren in Ägypten und ein beliebtes Tauchrevier. Die Regierung schwieg tagelang zu dem Ölunfall. Grund dafür ist möglicherweise die Sorge, dass der Ölteppich Touristen verschrecken könnte.

(apa/red)

Kommentare

Ölkatastrophe Welcher unfähige Sesselpfurtzer verlegt die Umgebung von Hurghada in´s östliche Mittelmeer.......?

alohaboy für dich mag der Hausmeisterstrand in Hurghada ein Drama zu sein. Ist es auch.
Wenn du aber über den Tellerrand hinausblicktst dann, ja ist es logisch das zu verbergen zu versuchen... hat ja BP vorgezeigt...
Mh wenn du ausweichen willst, Sharm el Sheik ist eine alternative^^
Dein Posting zeigt den Egoismus der Rasse "Mensch" - war 4x da dann machen die mir das schmutzig...

melden

ölkatastrophe Waren schon 4 mal in Hurghada und haben die Tage sehr genossen;daher ist es mir unverständlich, dass es von seiten der Behörde tagelang verschwiegen wurde.
Mit diesem Vorgehen meine ich, das sich das Land mehr schadet als wenn Sie es gleich gesagt hätten!
Verstehe deren Vorgehen nicht ganz und meine, es wäre das mindeste gewesen, das Ünglück ohne Verzögerung zu veröffentlichen.
Ich werde es mir sehr gut überlegen, meinen nächsten Urlaub in Hurghada zu verbringen.

melden

Re: ölkatastrophe So tragisch es klingt und auch selbst schon in dieser wunderschönen Gegend dort war, im östlichen Mittelmeer, wie in der Berichtüberschrift zu lesen, liegt das Katastrophengebiet nicht, sondern im Roten Meer.

Das nur als kleine Anmerkung.

Gruss

TOM

Seite 1 von 1