"Neue Mittelschule" wird überall anders umgesetzt: Massive Unterschiede in Ländern

Experte Schilcher: Versuch stößt an Ländergrenzen Im Extremfall neun unterschiedliche Schulsysteme

"Neue Mittelschule" wird überall anders umgesetzt: Massive Unterschiede in Ländern

Der Schulversuch der "Neuen Mittelschule" zeichnet sich bisher vor allem durch die unterschiedliche Umsetzung in den einzelnen Bundesländern aus. Je nach Land werden andere Schwerpunkte gesetzt, wodurch der Versuch recht unrund läuft, erklärt der Experte Bernd Schilcher.

Bernd Schilcher, früherer ÖVP-Bildungspolitiker und Mitglied der Approbationskommission für Modellversuche, bemängelte im Ö1-Morgenjournal die Umsetzung der "Neuen Mittelschule".

Andere Ausrichtungen
Die regionalen Unterschiede seien bisher besonders markant. Vorarlberg lege besonderen Wert darauf, dass alle Hauptschulen Neue Mittelschulen werden, obwohl es nicht genug AHS-Lehrer gibt. In der Steiermark sei man wiederum von der anderen Seite an das Thema herangegangen: Man habe zuerst einen Pool an geeigneten Lehreren angelegt, kämpfe nun aber ebenfalls nach und nach mit Lehrermangel. In Wien sei die positive Grundeinstellung zu einer einheitlichen Schule für 10- bis 14-Jährige besonders hoch, in Niederösterreich eher gering. Niederösterreich hat im Prinzip sogar ein eigenes Modell einer Art zweijähriger Verlängerung der Volksschule, danach folgen zwei Jahre berufsorientierte oder allgemeine Mittelschule.

Neun Systeme?
Solch eine differierende Ausrichtung könnte im Extremfall in neun unterschiedlichen Schulsystemen resultieren, so Schilcher. Eine Entwicklung, die der Experte nicht begrüßenswert findet. Seiner Ansicht nach sollte es in Zukunft nur mehr ein Bundesschulwesen geben, das alle Kompetenzen hat. Schilcher kritisiert außerdem, dass das Projekt "Neue Mittelschule" keine Schulform sondern nur ein Schulversuch sei und man daher Umsetzung und Qualität nicht gründlich kontrollieren könne.

Auch zuversichtliche Töne
Trotzdem ist Schilcher auch ein wenig optimistisch: In allen Neuen Mittelschulen werden die Schüler unabhängig von den Noten in ihrem Volksschulzeugnis nach dem AHS-Lehrplan unterrichtet und individuell ohne Leistungsruppen gefördert. Und dieser Aspekt funktioniere laut Schilcher im Großen und Ganzen.

(apa/red)

Kommentare

christian95 melden

Jene NÖ, die derzeit NUR auf die Hauptschule setzen, werden ihr ganzen Leben benachteilig sein! Es ist nicht egal ob im Lebenslauf Mittelschule oder Hauptschule steht!

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Re: Jene NÖ, die derzeit NUR auf die Hauptschule setzen, Bitte bitte posten Sie nie wieder einer derartigen Schwachsinn wenn es um Bildung und Bildungsreform in Österreich geht. Ein Großteil der "sogenannten Hauptschulen" am Land funktionieren um Klassen besser als viele Gymnasien Wiens. Wenn Sie nämlich wüßten, dass es in Wien nur noch 5% Hauptschulen-alles andere ist bereits in Kooperative Mittelschulen umgetauft worden-gibt, und gerade die Abgänger dieser Kooperativen Mittelschulen den höchsten Prozentsatz der arbeitslosen Jugendlichen stellen, könnten Sie, Entschuldigung nicht so einen absurden Blödsinn schreiben.,
Die Betriebe wissen mittlerweile genau zu differenzieren wer brauchbarer ist. Ein von Ihnen minderwertiger HS-Schüler vom Land oder ein Gymnasiumabbrecher von Wien.
PS: Die NMS von Fr.Schmied ist ein Plagiat der KMS Wien.

Überlegung Wahrscheinlich werden wir auf diesem Weg amerikanische Schulverhältnisse erhalten, bei welchem letztendlich eine jede Schule etwas Anderes lehrt.

Aber ist dies denn nicht auch so gewollt?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com

Dieses Chaos bei den Mittelschulen wollen nun Erwin und Josef Pröll um die Finanz erweitern! Geht es nach den beiden Herren sollen nicht nur der Bund, sondern auch noch 9 Bundesländer, nach verschiedenen Vorschriften Steuern einheben.
Das "Feinstaubchaos" ist ihnen offensichtlich noch zu wenig! Der Bundesumweltminister akzeptiert die Vorgaben aus Brüssel. Umsetzen müssen das aber die 9 Landeshauptleute. So wie im Bund gibt es auch in den Ländern neben dem Landeshauptmann auch noch 9 Landesumwelträte, 9 Landesgesundheitslandesräte, ein Bundesumweltamt und 9 Landesumweltämter....
Wer ist nun zuständig?
Die Strafe nach Brüssel zahlt ja ohnehin der Steuerzahler.

christian95 melden

Josef und Erwin Pröll wollen die vorhandene Bürokratie wie sie derzeit schon bei den Schulen praktiziert wird, nun auch auf das Steuersystem ausweiten. Geht es nach den beiden Pröll´s werden wir in Zunkunft auch noch 10 verschiedene Finanzämter bekommen.....
Bei 8 Mio Einwohnern hat Österreich bereits etwa 600.000 aktive Beamte und knapp 400.000 pensionierte Beamte. Allein im Heeresministerium sind 3.000 hochbezahlte Beamte überflüssig. Trotzdem darf sie der Steuerzahler bis an ihr Lebensende fürstlich entlohnen! (Beamte und Politiker, beziehen lt. Statistik, ihre hohe Pension über 18,7 Jahre lang. Danach die Witwe 8,2 Jahre).

Wie lange können wir uns diesen Luxus neben der EU noch leisten?


Einkommensvergleich 1999 - 2009:

Beamte und Politiker +26%
Angestellte + 4 %
Arbeiter - 9%

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Re: Josef und Erwin Pröll Ihre Anti ÖVP und Anti-Beamten Einstellung ist hier wohl jedem bekannt (mindesten schon 100x gelesen) aber wie wäre es einmal die populistische schon jetzt wieder im Wahlkampf befindliche SPÖ genauer unter die Lupe zu nehmen.
1) Faymann spricht jetzt schon wieder von Steuerreform
2)Sehr populär: Abschaffung der Wehrpflicht ohne irgend ein Konzept, falls es keine 10000 Freiwillige für Sozialdienste gibt.
3)Eine Gesamtschule ohne Sitzenbleiben, was defintiv zu einem weiteren Absturz führen muss. Oben gelesen, dass die NMS nicht wirklich in die Gänge kommt, weil das Personal nicht vorhanden ist. (gilt übrings auch im roten Wien in den kostenlosen Kindergärten).
Das Problem unserer Politiker:
zuerst in die Öffentlichkeit gehen, dann rechnen + denken, dann dem Anderen Schuld zuweisen.

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Re: Josef und Erwin Pröll wie lange werden wir uns diesen föderalismus und dieses beamtenheer leisten?? in anderen ländern gehen die 8 millionen einwohner in EINE stadt, in österreich werden sie von 9 gesonderten politkörperschaften samt beamtenhelfern verwaltet,. sind die herrren in den palästen schon ausser jeder dimension ?? und dann der einkommensvergleich!!!wir brauchen eine trahirplatzt!

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