Neue Kritik an Grass nach SS-Bekenntnis:
"Moralist hat sich zu Grunde gerichtet"

Hat sich Günter Grass den Nobelpreis erschlichen?

In der Debatte um das Waffen-SS-Bekenntnis von Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat Kritiker Hellmuth Karasek den 78-Jährigen erneut attackiert. Hier habe sich "ein Moralist selber zu Grunde gerichtet", sagte er in der ARD. "Er war ja das Staatstragendste, was wir in Deutschland haben. Der ist ja gar nicht mehr aus den Wolken 'runtergekommen."

Karasek hatte Grass kürzlich vorgeworfen, sich den Nobelpreis erschlichen zu haben. Er habe den Preis zwar verdient, aber bewusst seine SS-Vergangenheit verschwiegen, "denn ich glaube nicht, dass er ihn bekommen hätte, wenn das bekannt gewesen wäre". (apa/red)