Neue Initiative im Kampf gegen Doping:
Ministerrat beschließt Maßnahmenpaket

Regulativ dabei an internationale Vorgaben angepasst

Der Ministerrat hat den Fahrplan für ein neues umfassendes Maßnahmenpaket im Kampf gegen Doping beschlossen. Als wesentliche Punkte nannte Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka, dass das Anti-Doping-Regulativ in zwei Schritten verbessert und den internationalen Vorgaben der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angepasst werden soll.

"Doping ist weltweit zur Geißel des Sports geworden, die sogar die Zukunft des Sports in seiner Gesamtheit gefährdet. Daher ist der Fahrplan für ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Doping im Sport ein notwendiger und wichtiger Schritt", betonte Lopatka. Noch vor dem Sommer beginnt die erste Phase der Verschärfung der Anti-Doping-Bestimmungen. "Blut- und Gendoping sollen strafrechtlich verfolgt werden, gleichzeitig wird auch der Besitz von Arzneimitteln und Instrumenten, die für Dopingzwecke im Sport verwendet werden können, strafrechtlich belangt", präzisierte der Sportstaatssekretär.

Verstärkte Zusammenarbeit
In einem zweiten Schritt werde dann ab Herbst die Einarbeitung der internationalen Vorgaben (Neuregelungen des WADA-Codes) und weitere Maßnahmen zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Behörden und Institutionen forciert, betonte der Lopatka. "Wir müssen künftig noch enger mit den Sportfachverbänden zusammenarbeiten, um einerseits die sportmedizinische Betreuung der Sportlerinnen und Sportler zu verbessern und andererseits aktiv Präventionsmaßnahmen setzen zu können", erklärte der 48-jährige Jurist.

ADAMS wird eingeführt
Hierfür werde das Anti-Doping Administrations- und Managementsystem (ADAMS) für Athleten des Testpools zum Zweck der Aufenthaltsinformationspflicht eingeführt. Weiters werden Initiativen auf internationaler Ebene zur Verstärkung der Zusammenarbeit in der Dopingbekämpfung (u.a. zur Angleichung der Strafbarkeitsbestimmungen, Internethandel) gesetzt. (apa/red)