Neue Hiobsbotschaft für Labor: Nach MKS- Alarm nun Verdacht auf Legionärskrankheit

Allerdings kein Zusammenhang zwischen Fällen

In einem Labor in Südengland, das nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in die Schlagzeilen geraten ist, wird nun auch ein Fall der für den Menschen potenziell tödlichen Legionärskrankheit untersucht. Das Labor gehört zum staatlichen Institut für Tiergesundheit (IAH) in Pirbright in der Nähe von London, aus dem womöglich der Erreger der Maul- und Klauenseuche (MKS) entwichen ist, bestätigte die Gesundheitsbehörde.

Die britischen Behörden haben einen Zusammenhang aber ausgeschlossen. "Es ist reiner Zufall", sagte eine Sprecherin der britischen Gesundheitsbehörde. Der einzige Patient sei schon wieder genesen.

Der Mann habe vor zwei Monaten am Institut für Tiergesundheit in Pirbright gearbeitet. Das staatliche Institut teilt sich seinen Sitz mit dem Merial- Laboratorium für Tiergesundheit, einem Gemeinschaftsunternehmen des US-Pharmakonzerns Merck und der französischen Sanofi-Aventis.

Die Laboratorien sind acht Kilometer von den zwei von der Maul- und Klauenseuche betroffenen Bauernhöfen entfernt. Die britische Regierung untersucht, ob die Forschungsstätten die strengen Sicherheitsvorschriften eingehalten haben, was die Einrichtungen versichern. Zwischen der Legionärskrankheit und der Maul- und Klauenseuche gibt es keine Verbindung. Bei Auftreten der Legionärskrankheit werden alle Aufenthaltsorte der betroffenen Person untersucht, um die Quelle der Ansteckung ausfindig zu machen.

Die Legionärskrankheit wird durch Bakterien verursacht. Die weltweit verbreiteten Erreger gedeihen im warmen Wasser und können die Lungen von Menschen befallen. Infektionsquellen sind häufig Klimaanlagen, Duschen oder Schwimmbäder. Die Symptome ähneln denen einer Grippe.

(apa/red)