Neue Gewaltwelle erfasst Bangkok: Zwei Polizeibeamte bei Anschlägen umgekommen

Unruhen in Thailand drohen wieder auszubrechen Regierungsgegner protestieren seit fast zwei Monaten

Neue Gewaltwelle erfasst Bangkok: Zwei Polizeibeamte bei Anschlägen umgekommen © Bild: AP/Santana

Nach einer Woche relativer Ruhe sind in der thailändischen Hauptstadt Bangkok bei einem erneuten Gewaltausbruch mindestens zwei Polizisten getötet worden. Von einem Motorrad war auf die Polizei und regierungsfreundliche Demonstranten geschossen worden. Dabei wurden ein Polizist erschossen sowie drei Beamte und zwei Zivilisten verletzt. Einen Tag später schossen Unbekannte dann drei Granaten auf Polizisten ab. Ein Beamter starb, vier seiner Kollegen wurden verletzt.

Die Polizei geht davon aus, dass es das Ziel der Angriffe gewesen sei, "Chaos zu verursachen".

Unruhen drohen wieder auszubrechen
Die Vorfälle könnten die relative Ruhe der letzten Woche tatsächlich gefährden. Nach vielversprechenden Signalen ist eine Lösung des Konflikts zwischen Thailands Ministerpräsident Abhisit und seinen Gegnern wieder in der Schwebe. Die Regierung und die oppositionelle Protestbewegung stritten über die Details des von Abhisit vorgelegten Versöhnungsprogramms.

Die Regierungsgegner lähmen das politische und wirtschaftliche Leben Thailands seit mehreren Wochen. Am Freitagabend protestierten erneut mindestens 10.000 Menschen gegen Abhisit. Bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften sind bislang 28 Menschen getötet und knapp 1000 verletzt worden. Um die Krise beizulegen will Abhisit das Parlament in der zweiten Septemberhälfte auflösen und am 14. November eine Wahl abhalten. Die Opposition hatte bisher die sofortige Auflösung des Parlaments und Neuwahlen binnen drei Monaten gefordert.

(apa/red)