Neue Erkenntnisse im Mord bei Albertina:
Brieftasche des Rechen-Opfers aufgetaucht

Polizei sucht nun fieberhaft nach Finder des Börsels Beweisstück per Post in Heimatort des Opfers gesandt

Neue Erkenntnisse im Mord bei Albertina:
Brieftasche des Rechen-Opfers aufgetaucht © Bild: APA/Oczeret

Vier Tage nach dem bei der Albertina in Wien verübten Mord an dem 19-jährigen Christoph P. ist dessen bis dahin verschwundene Brieftasche aufgetaucht - und zwar im Gemeindeamt von Zillingdorf (Bezirk Wiener Neustadt), dem Heimatort des Burschen. Dorthin geschickt wurde sie vom Wiener Fundamt. Das gab die Polizei bekannt.

Wer die Brieftasche wann und wo gefunden hat, ist nicht bekannt. Genau das aber wollen die Ermittler der Kriminaldirektion 1 (KD1) wissen, die den letzten Tag im Leben des erschlagenen Burschen zu rekonstruieren versuchen, um dadurch Hinweise auf den oder die Täter zu finden. In der halb zerrissenen Brieftasche mit der Aufschrift "Fun Zone" befanden sich nach Angaben von Polizeisprecherin Karin Strycek die E-Card und die Bankomat-Karte des Opfers.

Christoph P. war bei der Albertina erschlagen worden, in seinem Gesicht steckte ein Rechen. Hintergrund der Tat sind möglicherweise Streitigkeiten im Drogenmilieu. Der Bursch war längere Zeit suchtmittelabhängig und hielt sich immer wieder an Drogenumschlagplätzen in Wien auf.

Finder & Posteinsammler gesucht
Seine Brieftasche war in ein Kuvert gesteckt und in einen Postkasten geworfen worden. Von dort brachte sie ein - ebenfalls unbekannter - Posteinsammler zu einem Fundsammelkasten. Dieser Postbedienstete und der Finder werden nun dringend gebeten, sich bei der KD1 unter der Telefonnummer 01/31310/33-800 DW (Journaldienst) oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden. (APA/red)