Neue Details aus dem Inzest-Fall Josef F.: Verlies hätte sich nicht automatisch geöffnet

NEWS: Gefängnistür via Fernsteuerung zu öffnen Stromleitungen waren nur "dilettantisch installiert"

Neue Details aus dem Inzest-Fall Josef F.: Verlies hätte sich nicht automatisch geöffnet © Bild: NEWS/LKA

Mit neuen Details zum Inzest-Fall in Amstetten hat NEWS in seiner aktuellen Ausgabe aufgewartet: Demnach hätte sich das Verlies, in dem der Tatverdächtige Josef F. seine Tochter und die mit ihr gezeugten Kinder gefangen hielt, bei einer längeren Abwesenheit seinerseits nicht automatisch geöffnet. NEWS berief sich dabei auf ein elektrotechnisches Gutachten. Von der zuständigen Staatsanwaltschaft St. Pölten wurden zu den vorliegenden technischen Expertisen aus dem "Horror-Haus" keine näheren Angaben gemacht.

Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, meinte, dass in dem Verlies keine weiteren Räume gefunden worden seien. Näheres zum Inhalt aus den vorliegenden technischen Gutachten wurden unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht bekanntgegeben.

Tür nicht automatisch geöffnet
NEWS berichtete davon, dass "die Tür zum Gefängnis [...] lediglich per (Josef F.'s) Fernsteuerung oder mittels eines außerhalb des Bunkers angebrachten Schalters an der Wand zu öffnen" gewesen sei. Von innen habe dazu keine entsprechende Vorkehrung bestanden. "Vollends widerlegt" werde laut NEWS auch "die Behauptung" des Verdächtigen, "das Tor hätte sich im Falle einer längerfristigen Abwesenheit von ihm, also nach Ablauf einer (von Josef F.) bestimmten Zeit, automatisch geöffnet". Es hätten sich "keinerlei Hinweise auf einen entsprechenden Schaltmechanismus" gefunden.

Lüftung nur mangelhaft
Unter Berufung auf einen Lüftungstechniker berichtete NEWS, dass sich in dem Verlies zwar ein kleiner Ventilator befunden habe, der dem Abzug von Küchendämpfen und Feuchtigkeit gedient habe, allerdings in mangelhaftem Maße. "Die Versorgung mit Frischluft für die Gefangenen sei daher hauptsächlich über undichte Stellen im Gemäuer erfolgt". Die Opfer hätten sich dem Nachrichtenmagazin zufolge "ständig in einer stickigen Atmosphäre" aufgehalten.

Dilettantische Verlegung der Stromleitungen
Die Stromleitungen, die der 73-Jährige in dem Verlies verlegt haben soll, seien "dilettantisch installiert worden". Jederzeit habe die Gefahr eines Kurzschlusses bestanden, "der letztlich sogar einen Kabelbrand hätte auslösen können", so das Nachrichtenmagazin.

(apa/red)

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