Neue Details zum Air-France-Unglück:
Flugzeugbauer Airbus trifft keine Schuld

Daten der Flugschreiber entlasteten den Hersteller 2009 kommen bei Todesflug alle 228 Passagiere um

Neue Details zum Air-France-Unglück:
Flugzeugbauer Airbus trifft keine Schuld © Bild: APA/EPA/Foster

Im Jahr 2009 sind bei einem Fugzeugunglück der Air France alle 228 Menschen an Bord ums Leben gekommen, die Flugschreiber haben nun aufgedeckt: Der Flugzeugbauer Airbus trägt nach Informationen der französischen Tageszeitung "Le Figaro" keine Verantwortung für die völlig rätselhafte Katastrophe vor zwei Jahren.

Die gesichteten Daten der jüngst vom Atlantikgrund gehobenen Flugschreiber entlasteten den Hersteller der Unglücksmaschine, berichtete das Blatt unter Berufung auf Regierungs- und Ermittlerkreise.

Neue Elemente über die Verantwortung der Besatzung oder Fluggesellschaft Air France würden wahrscheinlich bald veröffentlicht. Weder von der französischen Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) noch von Airbus oder Air France gab es zunächst eine Stellungnahme.

Genaue Absturzursache ist noch immer unklar
Bei dem Absturz des Airbus A330-200 sind am Pfingstmontag 2009 alle 228 Passagiere umgekommen. Klar ist bis heute nur, dass es auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in einer Unwetterfront Probleme bei der Geschwindigkeitsmessung gab. Diese Tatsache allein dürfte normalerweise jedoch nicht zu einer solchen Katastrophe führen. Zuvor hatte es nicht einmal ein Notsignal gegeben.

Die BEA hatte erst am Montag bekanntgegeben, dass die knapp zwei Jahre verschollenen Flugschreiber des Flugzeugs am Wochenende ausgelesen werden konnten. Noch in diesem Sommer werde ein Zwischenbericht mit den Ergebnissen der Untersuchung vorgelegt, hieß es. Ein Suchteam hatte das Wrack der Maschine und die Flugschreiber Anfang April in rund 4000 Metern Tiefe auf dem Atlantikgrund entdeckt. Die Absturzstelle liegt mehr als 1000 Kilometer vor der brasilianischen Küste.

(apa/red)