Neue Bundeshymne von

Rechtsstreit droht

Verlag mit "urheberrechtlichen Überlegungen" - Sieht keinen Änderungsbedarf

Neue Bundeshymne - Rechtsstreit droht © Bild: APA/Techt

Der Thomas Sessler Verlag, der die Erben nach der Bundeshymnen-Textdichterin Paula von Preradovic vertritt, erwägt "urheberrechtliche Überlegungen" nach einer erfolgten Umdichtung. Man sehe zudem "derzeit keinen aktuellen Handlungsbedarf zur gendermäßigen Änderung der österreichischen Bundeshymne", hieß es zudem in einer schriftlichen Stellungnahme. Der Thomas Sessler Verlag hatte sich bereits einmal gegen eine Textänderung an die Justiz gewandt, der Oberste Gerichtshof (OGH) sah eine solche allerdings als zulässig an.

Der Thomas Sessler Verlag erwartet sich im Sinne des Urheberrechts nun eine "koordinierte Vorgangsweise, sowie die Miteinbeziehung des Verlages in Gespräche bezüglich Änderungen und Modifikationen des Textes", so Verlagsleiter Ulrich N. Schulenburg in seinem knapp gehaltenen Statement. Er teilt die Argumentation von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, der Bedenken bezüglich der Änderungen eines poetischen Textes einer Künstlerin angemeldet hatte.

Bereits 2010 hatte sich der Verlag in einen Rechtsstreit bezüglich einer geänderten Version der Bundeshymne begeben. Damals ging es um eine von Christina Stürmer gesungene Pop-Version der Bundeshymne, die Unterrichtsministerin Claudia Schmied in einer PR-Kampagne einsetzte und in der ebenso von "großen Töchtern" gesungen wurde. Die Erben der Autorin Paula von Preradovic sowie der Verlag waren mit einer Unterlassungsklage vorgegangen und - erfolglos - bis zum OGH gegangen.

Kommentare

Vorschlag Wieso gibt es eine FrauenMANNschaft? Unfd was ist mit den MANNer Schnitten und dem MANNlicher Gewehr. Auf ihr Leute es gibt was zu ändern, ÖBB- Steuer- Bildungs- und Verwaltungsreform sind da weit weniger wichtig!

als nächstes wird jemand schlauer entdecken, dass der Donauwalzer auch geändert gehört, von Donau so blau auf grau.
Haben wir keine anderen Probleme in Österreich?
Die Diskussion ist absolut unnötig

hoffentlich gibt es so starke bedenken, dass dieser schwachsinn NICHT funktionieren kann. mir fehlen allmählich die worte um auszudrücken, WIE verblödet diese minister allesamt sind. jede partei schielt auf die frauen, ich sag euch der schuss geht nach hinten los. gut so. lyrik IST nicht veränderbar. und dieser text IST lyrik. vollidioten allesamt... allesamt.

Der Streit kommt passend zum Sommerloch ...

Geschichtsbewußtsein Dieses geht vollkommen verloren. Die Nachkriegspolitiker, unter deren Führung es ermöglicht wurde, dass wir statt "Deutschland, Deutschland über alles" "Land der Berge....."werden sich im Grab umdrehen.
Liebe Politiker aller Coleurs: "KÜMMERT EUCH UM DIE WESENTLICHEN SACHEN DER REPUBLIK"

Jene Politiker, die nach dem 2.Weltkrieg unsere Republik wieder aufgebaut haben, werden sich im Grab umdrehen. Mit der Textänderung geht schlicht und ergreifend die österreichische Identität verloren
Viele Schülergenerationen lernten von "Söhnen" in der Bundeshymne, und auch den Damen der Schöpfung war dies bestimmt kein Dorn im Auge.
Nur für\'s Verständnis frage ich:"Wann werden wie bisher die "Söhne" besungen und wann die "Töchter?"
Es muss unbedingt ein Untersuchungsauschuss oder zumindest eine parlamentarische Arbeitsgemeinschaft aus dem Boden gestampft werden. Als unabhängigen Begutachter empfehle ich Udo Jürgens oder Harald Serafin.

Sehr traurig Die Politiker und dergleichen sollen sich lieber um Dinge kümmern die wichtig sind. Nicht um den Text der Bundeshymne, sondern lieber um Preisregelungsgesetze bei Benzin, Lebensmittel und anderen wichtigen Dingen. Es ist eine Schande mitzuerleben, wie sich die Politiker und der Sozialismus verändert haben. Die schauen nur, damit sie und die Unternehmen gut leben. Aber was ist mit uns, mit der Bevölkerung von Österreich? Wirklich traurig!

Hat sich jemand schon gefragt... von wem bzw. von welchen Partei-"Genossinnen" die Stürmer damals den "DENKANSTOSS" für die blöde Töchter-Version bekommen hat??
Eine Idioten-Idee, welche uns wieder jede Menge Geld kosten wird, falls der Sessler-Verlag die Interessen der PRERADOVIC-Erben nicht durchbringen sollte. Auch ich sehe und sah NIE einen aktuellen "Handlungsbedarf" für diese hirnrissige Textverhuntzung.Denn mit einem gesunden Selbstbewusstsein BENÖTIGT FRAU diese Änderung NICHT

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Große Töchter! Haben wir derzeit keine anderen Sorgen als die Bundeshymne zu gendern? Da will sich doch nur eine Polit-tussi wichtig machen. In meinem Umfeld gibt es KEINE EINZIGE FRAU, die sich an dem derzeitigenText stößt, und nicht selten fällt dabei der Ausdruck "deppert"!

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Re: Große Töchter! "DEPPERT" ist wohl linde ausgedrückt!! Meiner Meinung nach sind diese Wahnsinnigen vom Teufel geritten und mit Dummheit beschattete Geisterbahnschaffner.
Paula von Preradovic war eine hochinteligente Künstlerin und hat höchstwahrscheinlich mehr Hirn gehabt, als die betreffenden Personen gemeinsam, die jetzt die österr. Bundeshymne ändern wollen. Die österr. Bundeshymne ist nach wie vor für die österr. Bevölkerung ein Gedankengut ersten Ranges und es klingt grausig wenn man diesen Text ändern will. Offensichtlich gibt es in der österr. Regierung keinen Menschen mit Hausverstand, der diesen Hohlköpfen diesen Wahnsinn ausreden könnte.

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Re: Große Töchter! ich stimme dir zu. da stellt sich mir die frage ob die interessenvertretung so funktioniert wie sie soll. die frage kann ich aber eigentlich auch selbst beantworten: nein, das tut sie nicht. vor allem weil die "politiker" immer schon an den nächsten wahlkampf denken (müssen).

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