Neue BAWAG-Horrorzahlen: Bei Karibik-Geschäften mehr als 1,4 Mrd. Euro versenkt?

Transparenz hat Priorität: Bank verspricht Aufklärung Umfassender Bericht für Finanzmarktaufsicht in Arbeit

In der Affäre um jüngst bekannt gewordenen verlustreichen BAWAG-Karibik-Geschäfte stehen neue Horrorzahlen im Raum - von einer Milliarde Dollar bis mehr als 1,4 Mrd. Euro ist die Rede, die in den vergangenen Jahren "versenkt" worden sein sollen.

Die Gewerkschaftsbank BAWAG nahm zwar zu den neu kolportierten Summen nicht Stellung. Sie hat aber einen umfassenden Bericht zunächst an die Finanzmarktaufsicht angekündigt. Die Behörde wird diesen Bericht über die Entwicklung und "alle Aspekte" der Karibik-Geschäfte noch diese Woche erhalten. Im Anschluss daran sollen am Freitag die Medien informiert werden.

Der Vorstand der Bank lege "größten Wert auf vollständige Transparenz hinsichtlich der Geschäfte der Vergangenheit", hieß es in einem Kommunique der Gewerkschaftsbank. Man werde der Aufsichtsbehörde "alle relevanten Informationen" zur Verfügung stellen.

Wie berichtet hat die FMA ein im Dezember eingestelltes Ermittlungsverfahren gegen die BAWAG wegen der Causa Karibik zuletzt wieder aufgenommen.

Wie die APA aus banknahen Kreisen erfuhr, wird sich der Aufsichtsrat der Bank noch diese Woche mit den Entwicklungen rund um die Karibik-Affäre befassen. Dem Vernehmen nach soll es am Freitag Aufsichtsratsberatungen geben.

(apa/red)