Neue Aufregung: Glawischnig tritt nun
für eine Abtreibung auf Krankenschein ein

"Aktion Leben" weist Forderung entschieden zurück

"Abtreibung auf Krankenschein in öffentlichen Spitälern", fordert die Dritte Nationalratspräsidentin und stellvertretende Grünen-Chefin Eva Glawischnig. Die Krankenkassen sollten die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche übernehmen, sagte Glawischnig im ORF-Magazin "Wie bitte?".

Die Grüne Vizechefin sieht "eine extrem heuchlerische Situation: "Man sagt zwar, Frauen dürfen abtreiben, es ist straffrei, aber in der Praxis haben sie sehr viele Hürden zu überwinden - unter anderem auch eine finanzielle Hürde". Glawischnig verwies darauf, dass keine Frau "aus Jux und Tollerei" eine Abtreibung vornehmen lasse. "Es ist immer eine Notlösung." Sie kritisierte auch, dass Frauen in einer Situation, "in der man ohnehin es schon sehr schwer hat", oft weite Strecken zurücklegen müssen.

Die "Aktion Leben" hat die Forderung von Glawischnig zurückgewiesen. "Glawischnig sollte sich lieber Gedanken darüber machen, wie die Politik Frauen das Leben mit Kindern erleichtern könnte. Denn hier gibt es wahrlich genug zu tun", sagte "Aktion Leben"-Generalsekretärin Karin Schmidtbauer in einer Aussendung.

(apa/red)