Neue Abzocke per Telefon: 1.789 Euro pro Jahr für vermeintliche Vertragsstornierung

Per Anruf wird über angeblichen Vertrag informiert Bei Stornierung wird echter Vertrag abgeschlossen

Neue Abzocke per Telefon: 1.789 Euro pro Jahr für vermeintliche Vertragsstornierung

Die Arbeiterkammer Burgenland warnt Unternehmen vor Abzockversuchen, die einen Internet-Stadtplan betreffen. Anlass ist der Fall eines Betriebes im Südburgenland: Einer Mitarbeiterin im Büro wurde telefonisch mitgeteilt, dass ihre Firma einen einjährigen Gratisvertrag mit einem Verlag über einen Eintrag in einem Internetstadtplan abgeschlossen habe. Dieser würde in Kürze kostenpflichtig verlängert. Die Frau wollte daraufhin per Fax den behaupteten Vertrag stornieren. Mit ihrer Unterschrift schloss sie jedoch einen echten Vertrag ab, mit dem sie ihre Firma zur Zahlung von mehreren Tausend Euro verpflichtete.

Mit einem Trick sollen dabei die jeweiligen Gesprächspartner in den Firmen unter Druck gesetzt werden: Denn der Anrufer behauptet, dass die automatische Vertragsverlängerung zustandekomme, wenn die Stornierung nicht am selben Tag bis 12.00 Uhr erfolge. Die betroffene Mitarbeiterin erhielt Minuten später ein Fax, das sie mit dem Firmenstempel versah und an das Unternehmen des Anrufers zurückfaxte.

Den Text im Kleingedruckten hatte die Mitarbeiterin in der Eile nicht bemerkt. Dort war festgehalten, dass mit der Rückantwort ein "Anzeigenauftrag" zustande kam. Für die Veröffentlichung der Firmendaten in einem Internet-Stadt- beziehungsweise -Dorfplan soll der "Auftraggeber" jährlich 1.798 Euro zahlen.

Kein automatisches Rücktrittsrecht für Firmen
"Für Mitarbeiter, denen das passiert, ist das alles andere als fein", so Eva Schreiber von der Konsumentenschutzabteilung der AK Burgenland zur APA. Beim Versuch, das Geschäft rückgängig zu machen, gibt es ein Problem: Wer bei der Firma, die das Geschäft anbietet, anrufen will, erreicht lediglich ein Tonband.

Privatpersonen hätten in diesem Fall automatisch ein Rücktrittsrecht. Bei Firmen sei das anders. Dennoch ist die Konsumentenschützerin der Ansicht, dass Unternehmen, die mit solchen Tricks arbeiten, damit nicht durchkommen. Einen derart zustande gekommen Vertrag könne man auf alle Fälle anfechten, so Schreiber: "Diese Firmen hätten keine Chance, die Zahlung durchzusetzen, wenn es hart auf hart geht." Betriebe, die Opfer dieses Tricks wurden, sollen mit der Wirtschaftskammer Kontakt aufnehmen, rät die AK.

(apa/red)

Kommentare

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Betrüger gehören in den Knast wer so die Leute abzocken will gehört in den Häfen und basta,was soll das ganze herum gerede? Das ist nicht zu akzeptieren und die Politik gehört zur Verantwortung gezogen!

its-me melden

das ist aber schon irgendwie traurig, oder? sowas wie fairnes und ehrlichkeit.... also das such ich mittlerweile vergeblich. du wirst beschissen, kaum dass du die augen aufmachst. so schön langsam versteh ich die leute auch, die nur mehr auf sich selber schauen. traurig traurig....

heinz49 melden

Re: das ist aber wer hat Interesse an einer partei mit mehr ethik und moral
info unter ooep@inode.at anfordern

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Eine Regierung die nicht in der Lage ist Bürger vor Betrug zu schützen ist keine Regierung, sondern ein Haufen von hochbezahlten Arbeitsverweigerern.

Ich bekomme von so einer Betrugefirma seit Jahren Drohbriefe, ich solle was zahlen. bei der Polizei hat man mir gesagt, sowas passiert ständig, einfach nicht zahlen.

Wo sind die Gesetze solchen Trickbetrug zu unterbinden?

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Re: Eine Regierung die nicht in der Lage ist nicht nur die, die Justiz spielt mit, sonst hätten die ja nichts zum abzocken.

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