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Netflix bald auch in Österreich

Videodienst plant Angebot bis Jahresende in Europa zu erweitern. Abo-Preis offen.

Fernbedienung und TV © Bild: Thinkstock

Der Online-Videodienst Netflix macht ernst mit seinem Österreich-Start: Wie das US-Unternehmen am Mittwoch per Twitter und Aussendung bekannt gab, will man bis Ende des Jahres den Markteintritt wagen. Neben Österreich werden demnach auch Konsumenten in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxemburg auf den Dienst zugreifen können. Ab wann und zu welchen Konditionen ist noch unklar.

Denn darüber schweigt sich Netflix bis dato beharrlich aus. Die Nutzer sollen jedenfalls "zu einem monatlichen Flatrate-Preis in den Genuss eines vielfältigen Unterhaltungsangebotes kommen", wie es in der Mitteilung heißt. Das Angebot reicht von Hollywood-Filmen über diverse Serien bis zu Eigenproduktionen. Dass Netflix damit sehr erfolgreich ist, hat man in den vergangenen Monaten nicht nur mit der Politdramaserie "House Of Cards" unter Beweis gestellt.

Um die weitere Europaexpansion in Angriff zu nehmen, wird Netflix außerdem sein europäisches Hauptquartier von Luxemburg in die Niederlande verlegen. Der Umzug ist für Anfang 2015 geplant. Aktuell ist der US-Dienst auch in Großbritannien, Irland, Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden aktiv. Eine Ausweitung auf andere europäische Länder wurde bereits seit längerem angekündigt. Insgesamt verfügt Netflix über rund 48 Mio. Mitglieder in mehr als 40 Ländern.

Registrierung bereits möglich

Wer sich hierzulande für einen Account interessiert, kann sich ab sofort unter www.netflix.com mit seiner E-Mail-Adresse registrieren, um benachrichtigt zu werden, sobald Netflix verfügbar ist. Auf der Homepage erwartet den Nutzer bereits die Ankündigung "Wir sind bald in Österreich verfügbar".

Den Erfolg von Netflix haben zuletzt die Zahlen für das erste Quartal 2014 untermauert: Der Umsatz belief sich auf insgesamt 1,27 Mrd. Dollar (rund 927 Mio. Euro), mehr als eine Milliarde davon entfiel auf das Internet-Streaming. Der Quartalsgewinn lag bei 53 Mio. Dollar.

Keine Angst bei Sky

Der Bezahlsender Sky zeigt sich angesichts des Österreich-Starts von Netflix selbstbewusst. Man wolle weiterhin der "beste Anbieter am Markt" sein, hatte Sky-Chef Brian Sullivan bereits vor der heutigen Netflix-Ankündigung erklärt. Davon abgesehen mache zusätzliche Konkurrenz am Video-on-Demand-Sektor die Vorteile von Pay-TV deutlich. Eine wesentliche Rolle würden in diesem Zusammenhang exklusive Inhalte spielen. Sky habe hier insofern ein Ass im Ärmel, als etwa die preisgekrönte Netflix-Eigenproduktion "House of Cards" in Österreich und Deutschland parallel zum US-Start exklusiv über den Bezahlsender zu sehen ist. Daneben setzt man auf Filme, Serien (für 2014 werden insgesamt mehr als 100 Serienstarts angekündigt) und Live-Sport.

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