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Nestroy-Preis für Elfriede Jelinek

Stück "Schatten (Eurydike sagt)" ausgezeichnet - Luc Bondy für Lebenswerk geehrt

Theaterstück "Schatten (Eurydike sagt)" von Elfriede Jelinek © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Der langjährige Intendant der Wiener Festwochen, Luc Bondy, erhält heuer den Nestroy-Preis für sein Lebenswerk. Elfriede Jelinek wird für ihr Stück "Schatten (Eurydike sagt)" mit dem Autorenpreis ausgezeichnet. Der Nestroy für die beste Ausstattung geht an Annette Murschetz für ihre Bühnenbilder der Trilogie "In Agonie" von Miroslav Krleza, eine Koproduktion der Wiener Festwochen mit dem Residenztheater München. Das wurde heute, Donnerstag, bekannt gegeben.

Die 14. Vergabe des Wiener Theaterpreises findet am 4. November erstmals in der Halle F der Wiener Stadthalle statt. Erstmals ist heuer auch das Max-Reinhardt-Seminar in die Gestaltung der Gala eingebunden. "Der 'Nestroy' ist ein wichtiger Wiener und inzwischen deutschsprachiger Theaterpreis, der aus der Tradition kommt, aber als ein wichtiges Zeichen in die Zukunft weist. Alle unsere bedeutenden Lehrenden wie zum Beispiel Melles, Fritsch, Kusej, Bösch, Ofczarek oder Simonischek können einen Lehrmeister nicht ersetzen: Das Publikum und die medial vergrößerte Öffentlichkeit", wird Seminar-Leiter Hans Hoffer in einer Aussendung zitiert. Auch die Überreichung der Preise soll durch Schauspieleleven aller Jahrgänge erfolgen.

Jury: Schwierige Entscheidung

"Die Entscheidungsfindung war heuer besonders schwierig", so Juryvorsitzende Karin Kathrein. In der Kategorie "Beste Schauspielerin" ist Sandra Cervik zum dritten und Christiane von Poelnitz zum fünften Mal nominiert. Ihre Konkurrentinnen Gerti Drassl, Franziska Hackl und Katharina Straßer besitzen schon jeweils einen Nestroy als "Bester Nachwuchs". Bei den Herren sind die Nestroy-Preisträger Nicholas Ofczarek und Gert Voss ebenso als "Beste Schauspieler" nominiert wie Gregor Bloeb, Norman Hacker und Philipp Hochmair. In der Kategorie "Beste Regie" rittern Michael Thalheimer, Martin Kusej und Georg Schmiedleitner um die Auszeichnung.

Till Firit, Dominic Oley, Barbara Petritsch, Catrin Striebeck und Adina Vetter sind für die "Beste Nebenrolle" nominiert, Jasna Fritzi Bauer, Hanna Binder und Stefan Rosenthal als "Bester Nachwuchs", Theater-der-Jugend-Chef Thomas Birkmeir, Eva Jantschitsch alias Gustav und das Schauspielhaus-Projekt "Der Seidene Schuh oder Das Schlimmste trifft nicht immer zu" für den Spezialpreis.

Die "Beste deutschsprachige Aufführung" wird Thalheimers "Elektra"-Inszenierung aus dem Burgtheater, Kusejs "Hedda Gabler" aus dem Residenztheater München oder "Reise durch die Nacht" von Friederike Mayröcker, inszeniert von Katie Mitchell am Schauspiel Köln. Als beste Bundesländerproduktion sind "Hakoah Wien" aus dem Schauspielhaus Graz, "Mamma Medea" aus dem Landestheater Niederösterreich und "Wir verkaufen immer" des Kärntner Theaterprojekts "Wolkenflug" nominiert. Um die Auszeichnung als Beste Off-Produktion rittern "Moorland" im TAG, "Der Selbstmörder" des Theaters zum Fürchten und "Habe die Ehre", eine Produktion der Wiener Wortstaetten im Theater Nestroyhof Hamakom.

Auch Publikumslieblinge geehrt

Für den Publikumspreis, zu dem am Freitag die Abstimmung startet, stehen Maria Bill, Michael Dangl, Stefanie Dvorak, Andrea Eckert, Christine Jirku, Andrea Jonasson, Johannes Krisch, Cornelius Obonya, Nicholas Ofczarek und Florian Teichmeister zur Wahl.

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