Südafrika von

Mandela: Millionen trauern um Nationalhelden

Auftakt zu Gedenkfeiern - Zahlreiche ausländische Staatsgäste werden erwartet

Tag der Trauer in Südafrika: Millionen Menschen trauern um Nelson Mandela. © Bild: REUTERS/Kai Pfaffenbach

Mit einem nationalen Tag der Trauer und des Gebets gedenkt Südafrika am Sonntag seinem verstorbenen Nationalhelden Nelson Mandela. Millionen Südafrikaner haben am Sonntagmorgen in ihren Gotteshäusern um den südafrikanischen Ex-Präsidenten getrauert.

Nicht nur in den christlichen Kirchen galten die Andachten vor allem dem ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas, der das Land nach dem rassistischen Apartheidsystem ab 1994 in die Demokratie und zu einer Versöhnung der zerrissenen Gesellschaft führte. Auch in Moscheen und Synagogen des Landes waren Gebete und Andachten Mandela gewidmet, der nach langer, schwerer Krankheit am Donnerstag im Alter von 95 Jahren verstorben war.

Der aktuelle südafrikanische Präsident Jacob Zuma hatte seine Landsleute aufgerufen, ungeachtet der Religionszugehörigkeit den Sonntag als nationalen Tag der Trauer und des Andenkens an "den größten Sohn der Nation" zu begehen.

Zahlreiche ausländische Staatsgäste erwartet

Sonntag markiert den Auftakt einer Reihe von Erinnerungsfeiern. Zahlreiche ausländische Staatsgäste kündigten ihr Kommen an. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nicht an der zentralen Gedenkfeier teilnehmen. Deutschland werde bei dem Ereignis durch Bundespräsident Joachim Gauck vertreten, sagte eine Regierungssprecherin am Sonntag auf Anfrage.

Südafrika wird gut eine Woche lang um den als "Vater der Nation" verehrten Mandela trauern. Am Dienstag findet eine zentrale Gedenkfeier im FNB-Stadion in Johannesburg statt, in dem mehr als 90.000 Menschen Platz finden.

Kommentare