Kaffeehaus von

Neil Young ruft zu
Starbucks-Boykott auf

Kette soll an Klage gegen US-Staat wegen Gen-Kennzeichnung beteiligt sein

Neil Young © Bild: APA/EPA/Pope

Die kanadische Rocklegende Neil Young hat zum Boykott der Kaffeehauskette Starbucks aufgerufen. Sie beteilige sich "im Hintergrund" an einer Klage gegen den US-Staat Vermont, der vor kurzem die Kennzeichnung genmanipulierter Lebensmittel beschlossen hatte, begründete er seine Ablehnung.

"Ich habe mich jeden Morgen angestellt, um meinen Latte zu kaufen, aber gestern war es das letzte Mal", schrieb Young in seinem Blog unter der Überschrift: "Goodbye Starbucks!" Das Unternehmen wies den Vorwurf zurück.

"Obskure" Vereinigungen

"Es ist mir egal, was Du über Gentechnik denkst - aber Unternehmen sollten nicht gegen legitime, demokratische Entscheidungen mit großer öffentlicher Unterstützung klagen", begründete der Sänger seinen Aufruf. Die Lebensmittelunternehmensvereinigung Grocery Manufacturers Association hatte im Juni angekündigt, aus Verfassungsgründen gegen das Gesetz in Vermont zu klagen. Nur die Bundesregierung in Washington habe das Recht, landesweit Verkauf und Kennzeichnung zu regeln, um den Handel zwischen den Bundesstaaten zu fördern. Young beschuldigt Starbucks, sich hinter der "obskuren" Vereinigung zu verstecken.

Starbucks weist Anschuldigungen zurück

Das sei "komplett falsch", erklärte Starbucks. Die Kaffeehauskette habe keinerlei Anteil an der Klage gegen die Gentechnik-Kennzeichnung in Vermont. Als landesweite Kette bevorzuge Starbucks allerdings eine "nationale Lösung". Die Grocery Manufacturers Association erklärte, Starbucks sei nur ein "angeschlossenes Mitglied" und nicht an der Klage gegen Vermont beteiligt.

Der 69-jährige Young, Teil der Band Crosby, Stills, Nash and Young, engagiert sich seit Jahren für Umweltpolitik. In seinem Blog schrieb er, Starbucks sei beim Arbeitsrecht, den Rechten für Homosexuelle und auch beim Klimaschutz durchaus fortschrittlich.

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