NBA will europäische Note in eigener Liga:
Europa-Team wird langfristig eingegliedert

Vorerst nur reguläres Saisonspiel in Europa geplant Testspiele waren bislang ein überragender Erfolg

NBA will europäische Note in eigener Liga:
Europa-Team wird langfristig eingegliedert

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA ist auch auf dem alten Kontinent auf dem Vormarsch. Spiele der regulären Saison könnten nach dem Vorbild von NFL und NHL bereits in naher Zukunft in Europa ausgetragen werden, betonte NBA-Commissioner David Stern im Rahmen der "NBA Europe Live Tour" in London. Außerdem sei es definitiv ein Ziel, langfristig eine europäische Mannschaft in die Liga einzugliedern.

Die NBA ist in den vergangenen Jahren globaler geworden. Immer mehr Akteure aus Europa spielen eine wichtige Rolle in der stärksten Basketball-Liga der Welt. In der vergangenen Saison war mit dem Deutschen Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks erstmals ein Europäer zum wertvollsten Spieler der regulären Saison (MVP) gewählt worden, in den Finals sicherte sich diese Krone der Franzose Tony Parker von den San Antonio Spurs.

Weltmeister von NBA-Verein geschlagen
Amtierender Weltmeister ist Spanien. Zwei NBA-Stars aus dem spanischen Weltmeister-Team mussten in ihrer Heimat neulich eine Niederlage einstecken. Pau Gasol und Juan Carlos Navarro mussten sich in einem Testspiel mit den Memphis Grizzlies bei Unicaja Malaga mit 99:102 geschlagen geben. Zu einem der Schlager der "NBA Europe Live Tour" standen sich in London die Boston Celtics und die Minnesota Timberwolves gegenüber.

Probelauf geglückt
"Die Testspiele in Europa sind bisher überragende Erfolge gewesen", erklärte Stern. "Wir wollen weiter expandieren." Innerhalb von zwölf Tagen werden in sechs europäischen Städten insgesamt sieben Testspiele mit NBA-Beteiligung ausgetragen. Favorit für den Standort des ersten europäischen Teams ist London - allerdings nicht vor den Olympischen Spiele 2012, die Stern als wichtigen Indikator für das Potenzial des Sports in der britischen Hauptstadt betrachtet.

Reise-Bedenken der US-Stars
Einige US-Topspieler hegen gemischte Gefühle über einen möglichen Arbeitsplatz-Wechsel nach Europa. Zudem wäre die Reisebelastung für das europäische Team erheblich größer. Die NHL hatte ihre reguläre Saison Ende September mit zwei Spielen in London eröffnet, Ende Oktober werden sich im seit Monaten ausverkauften Wembley-Stadion außerdem die Football-Teams der New York Giants und der Miami Dolphins zu einem NFL-Gastspiel treffen. (apa/red)