NATO-Kriegssschiffe an der Küste Somalias:
Flottenverband soll vor Piraterie schützen

Piraten schlagen immer öfter zu und kapern Schiffe NATO-Schutz für Schiffstransporten mit Hilfsgütern

NATO-Kriegssschiffe an der Küste Somalias:
Flottenverband soll vor Piraterie schützen © Bild: pixeöio.de

Im Kampf gegen Piraten entsendet die NATO bis zu sieben Kriegsschiffe vor die Küste Somalias. Sie sollen in zwei Wochen eintreffen und vor allem Schiffstransporte mit Hilfsgütern für Somalia schützen, sagte ein NATO-Sprecher am Donnerstag nach Beratungen der NATO-Verteidigungsminister in Budapest. Die NATO folge damit einer Bitte von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Mehrere Fregatten sollen Konvois mit Lebensmitteln schützen, auf die 40 Prozent der somalischen Bevölkerung angewiesen sind. Außerdem sollen sie die Seeräuber, die in den vergangenen Wochen immer öfter Schiffe gekapert haben, vor weiteren Aktionen abschrecken. Der Einsatz werde mit der EU und anderen Organisationen koordiniert, hieß es.

Die Schiffe gehören zum "Ständigen Maritimen Einsatzverband 2" der NATO. Nach Angaben des NATO-Sprechers ist zunächst noch unklar, ob alle sieben Schiffe, die normalerweise zu dem Verband gehören, nach Somalia geschickt werden. Einzelheiten müssten noch geklärt werden. Die EU hatte erst in der vergangenen Woche die Entsendung von drei Fregatten, einem Versorgungsschiff und drei Flugzeugen beschlossen.

Bisher haben bereits Schiffe aus Kanada, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark aufgrund von nationalen Entscheidungen versucht, die Seeräuber zu bekämpfen. Die Ankündigung Kanadas, sein Kriegsschiff am 23. Oktober von der Eskortierung für Hilfstransporte zurückzuziehen, hatte die Anfrage der UNO ausgelöst. (apa/red)