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Nächster Stronach-Eklat

In der Puls4-Wahlarena spulte der Milliardär sein gewohntes Programm ab

Frank Stronach © Bild: Puls4/Christian Mikes

In der Puls4-Wahlarena zeigte sich Frank Stronach am Montagabend einmal mehr von seiner gewohnten Seite. Unnachgiebig, belehrend und teilweise auch beleidigend stolperte er sich durch das einstündige, von Peter Rabl und Thomas Mohr moderierte, "Townhall"-Format. Konkrete Antworten blieb Stronach einmal mehr schuldig.

Dabei waren die Fragen aus dem Publikum durchwegs handfest, davon ließ sich der Milliardär jedoch kaum beeindrucken. Egal, was gefragt wurde, mantraartig wiederholte er das seiner Ansicht nach einzige Argument, das zählt: Ihr habt noch nie Arbeitsplätze geschaffen, also habe ich recht.

"Herr Stronach, wir können schon wieder mitsingen"

Zwar versuchten Rabl und Mohr wiederholt, Stronach doch noch zu konkreten Antworten auf die konkreten Fragen zu bewegen, drangen damit aber nicht zum Magna-Gründer, der seinen Hauptwohnsitz in Kanada unterhält und auch den Großteil seiner Steuerverpflichtung dort und in der Schweiz lässt, durch.

Der beschränkte sich wie gewohnt weitgehend darauf, unabhängig von der gestellten Frage die aufgeblähte Verwaltung zu beklagen, verweigerte aber auch in diesem Bereich konkrete Antworten. Auf Mohrs Anmerkung, dass die von Stronach avisierte Bürokratie-Einsparung von fünf Prozent jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren pro Jahr 20.000 Arbeitslose produzieren würde, ging Stronach nicht ein.

Stattdessen erging er sich in den gewohnten Tiraden, wenn er mit Nachfragen unterbrochen wurde und den inzwischen ebenso gewohnten Verschwörungstheorien - man wolle nicht, dass ein Unabhängiger an die Macht kommt.

"Ruf mi an"

Außerdem empfahl er Rabl und Mohr mehrfach, "a Wirtschaftsschul" zu besuchen oder überhaupt arbeiten zu gehen. Wie er deren Tätigkeit bei Puls4 sieht, darüber kann nur gerätselt werden. Doch nicht nur die Moderatoren, auch die Fragesteller aus dem Publikum bekamen diesmal teilweise ihr Fett weg. Nach der Frage eines 18-Jährigen, was Stronach für das Pensionssystem für Pläne habe, fuhr der 81-Jährige ihn an, warum jemand mit 18 Jahren schon nur an die Pension denke. Lieber solle er die Schule aufgeben und zu ihm kommen, da könne er noch etwas lernen.

Unhöflich, polternd und oberlehrerhaft gegenüber Moderatoren und Publikum, darüber hinaus so gut wie keine konkreten Antworten - es wundert wohl niemanden, dass Stronach nach den bisherigen TV-Auftritten die mit Abstand schlechtesten Werte aller Spitzenkandidaten vorzuweisen hat. Und es darf auch bezweifelt werden, dass sich das nach den verbleibenden beiden ORF-Duellen gegen Heinz-Christian Strache und Eva Glawischnig noch ändert. Der Unterhaltungs- bzw. Fremdschäm-Faktor - je nach Sichtweise - bleibt aber garantiert hoch.

Kommentare

Stronach Todesstrafeneklat: Seitdem Franco Zeffirelli die Todesstrafe für korrupte Politiker forderte, werden diese ganz hysterisch wenn von dieser die Rede ist, ein Schelm wer Schlechtes dabei denkt.

kuk-Hoflieferant
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wie geht es euch nach der gestrigen stronachschen Fürbitten-Show, ich schnapse mit den Augen noch immer Kreuz! also ich werde ihn klagen!

Ignaz-Kutschnberger
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Lieferant...brauchens FRISCHES rumänisches Hundefleisch?

Hobby-Österreicher

(Part II)...wie das von ihm oft kritisierte Studiolicht, das immer wieder (meist erfolglos) versuchte, seinen ich-bezogenen Redeschwall zu unterbrechen… Ich habe mir das skurrile Trash-Spektakel gerade in der Puls-4-Mediathek angeschaut und mein Feierabend hat somit äußerst lustvoll und amüsant begonnen… „Oh God, oh God, I am so fantastic“… *sing*

Hobby-Österreicher

„Oh God, I am the Canadian Dream“… Frankie „Bobby Brown“ Stronach hat wieder mal zugeschlagen… „Ich – Ich – Ich – Ich – Ich“… „Ich“ war das meistgebrauchte Wort des stählernen Möchtegern-Messias in seiner ureigenen Personalityshow. Zum Glück hat man dem begnadeten Senior-Comedian in Spe. nicht das am Anfang erwünschte Bier ausgehändigt – aber auch so wirkte Frankie oft mindestens genauso „blau“..

Hermann Gugger

Stronnach ist es wohl gewohnt, dass alle nach seiner Pfeiffe tanzen nicht widersprechen oder lästige Fragen stellen. In der Politik wo er ja unbedingt sein muss, spielt sich das wohl nicht. Er ist der grösste Schaden für seine Partei. So kann und darf man sich in der Öffentlichkeit nicht aufführen

Auf dem Stimmzettel dürfte eigentlich nur Stronach stehen, denn würde es da noch ein Team geben müßten die doch sofort was gegen diesen Mann unternehmen. Der Messias für den er sich selbst wohl hält ist er mit Sicherheit nicht.

rudi398 melden

HC Strache hat von mir ein X bei der Wahl! Der räumt mal auf mit diesem arroganten Sauhaufen im Parlament :-)

daphne5 melden

,,,damit Platz genug für seinen eigenen ist...

rudi398 melden

Also was dieser alte pensionist da gestern aufgführt hat war nicht normal .. den sollte man gleich entmündigen ..:-) Ist nicht mehr im Besitz seiner Geistigen Kräfte! Franck geh ins altersheim da kannst dein wirres zeug mit wirren leuten besprechen ... adieu .. oder ruf mi mal an hahahhaa

Ignaz-Kutschnberger
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Bist du dieser Bechwaltzer Rudl ??...Ich wollt eh schon lang dei Nummer ...hast noch die Bildersammlung vom 38er ?? ;)

Die Hoffnung, dass ein frischer Wind am politischen Parkett wehen wird und damit auch die erhofften Änderungen zum Wohle der Bürger dieses Landes umgesetzt werden, muß wohl zu Grabe getragen werden. Schuster bleib bei deinem Leisten. Herr Stronach, Politik ist bei Gott nicht Ihr Metier.

Oliver-Berg

Ich habe leider gestern das PULS4-Format mit Frank gesehen. Es waren einige Fragen auch deppert, aber in einer solchen Weise keine einzige Frage zu beantworten und nur seine Parolen abzuziehen, habe ich noch nie zuvor im Fernsehen, selbst bei den rechtspopulistischen Parteien nie gesehen. Da bleiben wohl nur die Neos als liberale Alternative.

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