Nationalratswahl von

Vertrauenssieger Faymann

Spindelegger verliert nach Lehrerdebatte – Viel Skepsis gegenüber Neugebauer

Werner Faymann Pressefoyer © Bild: APA/APA/BKA/ANDY WENZEL

Gute Nachrichten für Bundeskanzler Werner Faymann: Der SPÖ-Chefgeht mit einem leichten Vertrauensvorteil gegenüber Herausforderer Michael Spindelegger in Richtung Nationalratswahl. Der aktuelle APA/OGM-Vertrauensindex zeigt ein Vertrauensplus von 2, während der Vizekanzler und ÖVP-Obmann auf minus 2 abgerutscht ist. Spitzenfeld des Rankings findet sich auch Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig, während sich die Chefs der drei anderen Oppositionsparteien praktisch gleichauf im hinteren Teil der Vertrauensliste platzieren.

Beim APA/OGM-Vertrauensindex werden 500 Österreicher (online) befragt, ob sie dem jeweiligen Politiker vertrauen. Die aktuelle Untersuchung wurde zwischen 12. und 13. August durchgeführt.

Im Vergleich zum Juli-Vertrauensindex legte Faymann um vier Punkte zu, womit sich für ihn diesmal ein Plus-Wert ausgeht. Nach Einschätzung von OGM-Chef Wolfgang Bachmayer dürfte der Kanzler von der bereits angelaufenen, Stabilität vermittelnden Werbekampagne etwas profitieren. Spindelegger wiederum hat zwei Punkte verloren, was nach Ansicht von OGM auf die Lehrer-Debatte zurückzuführen sein könnte. Denn auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek müssen leichte Einbußen hinnehmen.

Neugebauer mit wenig Vertrauen

Am meisten geschadet hat die Lehrer-Debatte aber Beamten-Chef Fritz Neugebauer, der sieben Punkte einbüßte und mit einem Saldo von minus 55 beinahe schon Schlusslicht ist. Einzig der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (minus 57) liegt noch schlechter. Dabei hat der Freiheitliche sogar fünf Punkte gewonnen. Bachmayer glaubt, dass dies mit der Ankündigung seines Rückzugs aus dem Parlament zusammenhängt.

Vertrauensgewinne gibt es auch für FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, der ebenso wie Frank Stronach drei Punkte zulegt. Das ändert nichts daran, dass die beiden mit jeweils minus 32 die Parteichefs mit den schlechtesten Vertrauenswerten sind. Nur gerade einen Punkt besser steht BZÖ-Obmann Josef Bucher da, der im Vergleich zur letzten Befragung ein wenig zurückfällt (minus zwei Punkte gegenüber Juli). Drei Punkte verliert Grünen-Bundessprecherin Glawischnig, was aber nichts daran ändert, dass sie von den Oppositionschefs klar jene mit den besten Vertrauenswerten ist.

Nichts neues gibt es auch an der Spitze der Rangliste, die wie üblich von Bundespräsident Heinz Fischer (+52) angeführt wird. Ihm folgt mit Respektabstand Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ/+21). Vertrauenswürdigster Vertreter auf der Regierungsbank ist für die Österreicher Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP/+18), gefolgt von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ/+15).

Kommentare

Dem Vertrauen? Das würde ja so viel bedeuten, dass ich meinem Hund bitte, auf die Wurst aufzupassen und das mache ich sicher nicht, weil wenn ich nur einen Augenblick wegsehe, ist die Wurst im Magen meines Hundes verschwunden! Genauso groß ist mein Vertrauen in diesen Parteisoldaten, der nie etwas anderes gemacht hat, als in der Partei durch nach oben lecken und nach unten treten groß zu werden!

WilliB123 melden

bin auch der Meinung, dass Faymann eher das Zeug zum Kanzler hat, als alle anderen Spitzenkandidaten.

Kein besonderer SPÖ-Fan - aber der Wahlkampf zeigt für mich einfach, dass Werner Faymann zumindest wichtige Belange (Pensionen, Bildung, Wohnen) thematisiert und nicht wie Spindelegger einen Null-Themen-Wahlkampf führt.

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Ob er das Zeug zum künftigen Kanzler hat, ist irrelevant...weil er ohne Beteiligung einer ÖVP keine Regierung stellen wird können...Rot/Grün geht sich nicht aus... Und der nächste Kanzler kommt aus der ÖVP... Auch falls die SPÖ 30% bei der Wahl erreicht!! Es WIRD einen schwarzen Kanzler bzw. Kanzlerin geben... Sie werdens sehn ;)

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Allerdings bedeutet jede Stimme für die SPÖ die Chance für einen SPÖ Ministerposten!! Und auch den roten WahlkampfleiterNorbert D. sollte man keinesfalls unterschätzen...mittlerweile traue ich dem Mann sogar ein Ergebnis von fast 26 % zu.

giuseppeverdi melden

@WilliB123 Sie sagen es völlig richtig! Er THEMATISIERT die Dinge aber nach der Wahl hat er sie - wie die versprochene Verkleinerung des NR - wieder vergessen. Und wissen Sie was er sagte, als man ihn darauf ansprach? Er könne die Verkleinerung nicht ALLEIN beschließen. Was man aber nicht allein einhalten kann, sollte man allein auch nicht versprechen. Sind sie nicht auch der Meinung?

Spindelegger hat mindestens 2 Mühlsteine um den Hals: Neugebauer und Karl. Es hat es verabsäumt, klare Worte zu finden und Entscheidungen zu treffen. Stattdessen stellt er seine Frau Margit via Brüssel beim Österr. Rechnungshof an, damits a bisserl mehr verdient. Dieses bisserl mehr ist mind. Euro 4-5000/p.m. brutto, zuzügl. Diäten, etc.!! So etwas kann man sich als Vizekanzler NICHT leisten!

derpradler

Die verluderten Sozialdemkraten, sind halt leider immer noch die einzige Alternative zu den "Schwarzen-Arbeiterfressern". Das ist peinlich, aber leider wahr!

melden

Ein Zitat von Einstein!!!
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die menschliche Dummheit!!Beim Universum bin ich mir nicht so sicher,aber dieser Satz Albert Einstein trifft voll ins schwarze wenn man die Prognosen für das Ergebnis der Nationalratswahl betrachtet Irre!!
Wie grenzenlos blöd und Dumm muß man wohl sein,dieselben EU-schleimigen Politiker für wieder 5 weitere Jahre zu wählen!!!

Hugo-Boatwisch melden

Was ist die Alternative? Blau, wo nur Hass versprüht wird mit Ausländerhetze? Oder Gelb, was zwar gewählt werden möchte - aber nicht regieren? Piraten? Oder doch wieder mal die Kommunisten?
Eben, es hat sich das kleinere Übel 5 Jahre lang bewährt, und deshalb sollte es auch weiter machen! Für jede andere Regierung wären wir wieder mal die Lachnummer von Europa...

melden

Es is zum rären und zum kotzen die Rot/Grünlinge sind noch immer
vorne das muß sich ändern. AUF GEHTS

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Da ja hier Einstein schon genannt wurde, ein Zitat meinerseits: Hast Du das Hirn von Einstein und die Kohle von @gemeindeberg ist das die ideale Kombination...ist das Verhältnis allerdings andersrum, ist das Ergebnis fatal :)

11223344 melden

naja, wenn alle so einen tollen intellekt wie unser lordchen hätten wäre die welt doch wunderbar. so ein depp ist mir selten unter gekommen. das schloimmste ist dass der immer noch posten darf und ehrliche posting immer im gulli landen. so ein schleimer ein mieser

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

@wuarscht... mein Gott, der Neid ist ein Laster, gell :-)

Unsere Kasperl Fischer und Faymann an der Spitze! Die werden auch wiedergewählt. Gute Nacht Österreich.

Seite 1 von 1