Nationalratswahl von

Faymann zufrieden

Ziel der SP erreicht - Staatssekretär will Koalition mit ÖVP fortsetzen

Faymann redet in der Löwelstraße über Wahlergebnis © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Staatssekretär Josef Ostermayer hat sich mit dem Ergebnis der SPÖ bei der Nationalratswahl zufrieden gezeigt. "Das Ziel ist erreicht", sagte Ostermayer in der Parteizentrale in der Wiener Löwelstraße. Der Staatssekretär kündigte an, die Koalition mit der ÖVP fortsetzen zu wollen. Bundeskanzler Werner Faymann werde mit der Regierungsbildung beauftragt, und somit sei dies die logische Konsequenz. Faymann selbst zeigte sich sehr zufrieden.

Angesichts der Tatsache, dass in Europa aufgrund der Wirtschaftskrise 20 von 27 Regierungschefs abgewählt worden seien, müsse man mit dem Ergebnis zufrieden sein. "Werner Faymann hat als erster seit Franz Vranitzky zwei Wahlen hintereinander für die SPÖ gewonnen", meinte Ostermayer.

Faymann will weiterregieren

Bundeskanzler Werner Faymann ist am Sonntagabend unter dem Jubel seiner Parteianhänger im Festzelt vor der Wiener Löwelstraße eingetroffen. Faymann zeigte sich vor Journalisten mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden: "Der erste Platz ist nicht selbstverständlich." Er verspüre eine "große Dankbarkeit" gegenüber dem Wähler, so Faymann. Der SPÖ-Vorsitzende kündigte an, im Falle eines Regierungsbildungsauftrags mit der ÖVP entsprechende Verhandlungen zu suchen.

Faymann erklärte in einer kurzen Rede vor seinen Anhängern, dass er Österreich weiter - wie versprochen - "mit sicherer Hand" führen werde. Er werde eine "stabile Regierung ohne die FPÖ" bilden, rief Faymann den sozialdemokratischen Sympathisanten zu. "Die Arbeitnehmerpolitik bleibt weiter an erster Stelle", kündigte der Kanzler an und wiederholte einmal mehr seinen im Wahlkampffinish oft geäußerten Spruch: "Wenns den Menschen gut geht, gehts auch der Wirtschaft gut."

Man werde in der kommenden Legislatur-Periode den Schwung mitnehmen und zeigen, dass Österreich ein "Vorbild an sozialer Gerechtigkeit" sei.

In seiner Ansprache holte der SPÖ-Vorsitzende auch zu einer umfassenden Danksagung aus. An erster Stelle dankte er seiner ebenfalls im Festzelt anwesenden Gattin Martina. Auch Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Norbert Darabos sowie Staatssekretär Josef Ostermayer wurde ein besonderes Kanzler-Lob zuteil. Auch der Arbeitnehmerflügel der Partei wurde nicht ausgespart. Faymann bedankte sich bei den "Freunden der Gewerkschaftsfraktion", die im Wahlkampf Seite an Seite mit ihm gegen Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen argumentiert hätten.

SPÖ sieht "respektables Ergebnis"

Die SPÖ stellt angesichts des bei der Nationalratswahl verteidigten ersten Platzes erneut den Kanzleranspruch. Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos bezeichnete das Wahlergebnis als "Auftrag der Wählerinnen und Wähler, dass die SPÖ die Regierung bilden und der nächste Bundeskanzler wieder Werner Faymann heißen soll". Angesichts der vielen angetretenen Parteien habe die Partei ein "respektables Ergebnis" erzielt.

Im ORF-Fernsehen meinte Darabos, seit Ausbruch der Wirtschaftskrise seien 20 von 27 europäischen Regierungen abgewählt worden. SPÖ und ÖVP seien dagegen zumindest von den Mehrheitsverhältnissen her nicht abgewählt worden, das sei ein gutes Zeichen. Nun werde man sehen, welche Koalitionen möglich seien.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Sozialdemokratie wieder den Kanzler stellen wird", so Darabos. Und, so der SP-Wahlkampfmanager: "Werner Faymann hat einen tollen Wahlkampf abgeliefert. Er ist der erste Bundeskanzler seit Franz Vranitzky, der zum zweiten Mal die Nummer eins geworden ist."

Heinisch-Hosek "stolz" auf Ergebnis

Die beiden SPÖ-Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Doris Bures haben sich mit dem Wahlergebnis ihrer Partei zufrieden gezeigt. Heinisch-Hosek meinte, dass die SPÖ ein "respektables, gutes Ergebnis" eingefahren hätten. Sie sei "stolz" auf dieses Ergebnis, erklärte die Beamtenministerin.

In punkto möglicher Koalitionen wollte sich Heinisch-Hosek nicht an weiteren Spekulationen beteiligen. Sie hoffe darauf, dass die SPÖ den Regierungsbildungsauftrag erhalten werde. Dann sollten so "schnell als möglich" - am besten innerhalb einiger weniger Wochen - die Verhandlungen finalisiert werden.

Bures sagte, dass die SPÖ ihr "zentrales Wahlziel, Nummer eins zu werden", erreicht habe. Aber natürlich könne man nicht angesichts eines Minus vor dem Ergebnis "zur Tagesordnung übergehen". Man müsse eine genaue Analyse vornehmen. In Sachen Koalition verwies Bures auf die Aussagen von Bundeskanzler Werner Faymann vor der Wahl, wonach es bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen auch künftig eine Zweier Koalition mit der ÖVP geben werde. Einen dritten Partner ins Koalitionsboot zu holen, schloss die Infrastrukturministerin aus.

Kommentare

Er ist zufrieden. Da zeigt, was sein Wahlziel war. Die Partei, die das schlechteste Ergebnis der Nachkriegszeit eingefahren hat, ist ihm wurscht. Hauptsache er sitzt in seinem Kanzlerstuhl und kassiert voll ab. Vielleicht wird aber der schwarze Spindelegger bald mit Hilfe der FPÖ in dem Sessel sitzen Das dumme Gesicht vom "Wernerli" schau ich mir dann an! War ja schon einmal so nicht wahr?

brauser49

SP, VP zufri ? Volk nun w. 5 J. angs.hiss.n - TRAURIG

11223344 melden

rot und schwarz müssen endlich weg, 5 weitere jahre sind schon zu viel.
weg mit der madenbrut

eintiroler melden

nein, die passen schon, weg mit den ewig gestrigen Hetzern.
Ich wünsche den HZ alles Gute in der 3. Reihe, ha ha ha

eintiroler melden

soll HC heissen, aber den Namen merk ich mir Gott sei Dank nicht .

simm1111

Sagt schon einiges über jemanden aus wenn er nur von einem Viertel der abgegebenen Stimmen gewählt wird und sich zufrieden zeigt!!!

free-spirit

Na ja, etwas Realitätsverweigerung ist den Roten bezüglich des Wahlergebnisses schon zu attestieren.
Es wird Rot/Schwarz weiter geben, das ist aber ihre allerletzte Chance.

Die SPÖ verliert wie wir und das Ergebnis ??ist respektabel??

Seite 1 von 1