Nationalratswahl von

Früher Grün jetzt Christ

Der ehemalige SPÖ- und Grün-Abgeordnete Martin Wabl kandidiert für die Christen

MArtin Wabl und Rudolf Gehring, die Spitzen der Christenpartei. © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Martin Wabl hat in seinem Leben auf vielen politischen Hochzeiten getanzt. Er wurde für die SPÖ in den steirischen Landtag gewählt und zog später sogar in den Bundesrat ein. Später saß er für die Grünen erneut im steirischen Landtag und versuchte vergeblich als unabhängiger Kandidat 1998 und 2004 Bundespräsident zu werden. Vor allem machte er als Hobbyermittler im Fall Natascha Kampusch von sich reden. Nun hat er eine neue politische Heimat in der Christenpartei gefunden.

„Es bedarf eines Wunders, dass wir erfolgreich sind“, machte sich Martin Wabl in einem Videoaufruf an potentielle Wähler schon relativ wenig Hoffnungen auf den Einzug in den Nationalrat. Doch man habe immerhin ein Programm, das seit 2000 Jahren Gültigkeit habe. Bei diesem Programm handelt es sich um das Programm der Christenpartei (CPÖ), die sich als Garant für christliche Werte in der Gesellschaft versteht.

Für diese Partei tritt Martin Wabl als Doppelspitze mit Obmann Rudolf Gehring an. Wabl selbst will sich vor allem für eine Reform der Justiz einsetzen, sowie unmoralisch hohe Anwaltshonorare ebenso abschaffen wie auch den Anwaltszwang, wie er im Kapitel „Meine Visionen“ auf seiner Homepage darlegt. Für ihn sind die Grundsätze des Neuen Testaments auch Säulen der Gesellschaft und christliche Nächstenliebe versteht er als die beste Realpolitik.

„Wir glauben, dass christliche Werte sehr oft zu kurz kommen“, stellte er im Rahmen einer Pressekonferenz seine Überzeugungen dar. Die Ziele sind groß: „Sollten wir die Chance haben, mache ich den Justizminister.“ Die Chancen darauf sind aber gering, haben die Christen doch bislang nicht einmal ausreichend Stimmen gesammelt, um bei der Nationalratswahl überhaupt bundesweit anzutreten. Man darf also schon gespannt sein, wohin die politische Karriere des Martin Wabl noch führt.

Kommentare

Und wieder ein Auslaufmodell, das nicht endlich in den Ruhestand treten will !!! Und nun glaubt er, mit religiösem Geschwafel, noch einen Stich zu machen !!!
Serviert doch diese politischen Dinosaurier endlich ab !!!

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