Nationalratswahl von

Unentschieden in Ländern

Es steht wieder 4:4:1 in Bundesländern - Die Steiermark wählte diesmal blau

Österreichische Budnesländer in Karte eingezeichnet © Bild: Thinkstock

Auch bei dieser Nationalratswahl ging das Bundesländer-Match wieder 4:4:1 aus - diesmal aber mit einer Überraschung: Nicht Kärnten war, wie früher, blau, sondern in der Steiermark wurden die Freiheitlichen die Ersten. Aber nicht nur die Steirer zeigten ein etwas abweichendes Wahlverhalten: In zwei Ländern, Kärnten und Tirol, legten sowohl SPÖ als auch ÖVP zu. Und die beiden "Neuen", die NEOS und das Team Stronach, kamen nicht in allen Ländern gleich gut an.

Die NEOS verdanken es Wien und Vorarlberg, dass sie überhaupt bundesweit über die Vier-Prozent-Grenze kamen. In Vorarlberg fuhren sie 13,2 Prozent ein, in Wien 7,5 Prozenn - während sie im Burgenland (das mit 2,8 Prozent das schwächste Land war), in Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark unter vier Prozent blieben. Das Team Stronach kam in Wien nicht über die vier Prozent (mit 3,9) und hatte in der Steiermark - im "Magna"-Land - mit 10,1 Prozent seinen besten Wert.

Die SPÖ machte ihr bestes Ergebnis wieder im Burgenland mit 37,5 Prozent - auch wenn sie dort ein überdurchschnittliches Minus von 2,5 Prozentpunkten erlitt. In Kärnten konnte sie den Schwung aus der Landtagswahl vom März - die ihr den Landeshauptmann bescherte - mitnehmen und ein Plus von 4,5 Prozentpunkten lukrieren. Das größte Minus setzte es in der Steiermark mit 5,3 Prozentpunkten, aber auch im "roten Wien" fiel das Minus mit 2,4 Prozentpunkten ebenso überdurchschnittlich aus wie im "schwarzen Niederösterreich". Das schwächste Land der SPÖ blieb Vorarlberg mit 13,5 Prozent.

FPÖ in Wien schwach

In der ÖVP liegt Tirol mit 32,4 Prozent vor Niederösterreich mit 30,4 Prozent - während Vorarlberg mit einem Minus von 5,3 Prozentpunkten deutlich zurückfiel. Ein größeres Minus setzte es nur noch in der Steiermark (5,4 Prozentpunkte), wo die ÖVP ebenso wie die SPÖ für die Maßnahmen der "Reformpartnerschaft" in der Landesregierung abgestraft wurde. Das schwächste Ergebnis brachten einmal mehr die Wiener mit 13,4 Prozent.

Für die FPÖ war Wien - die Heimat von Parteichef Heinz-Christian Strache - mit 22,0 Prozent bei weitem nicht das stärkste Land, und dort gab es mit 1,6 Prozentpunkten auch das zweitschwächste Plus. Die Steiermark lag mit 25,1 Prozent deutlich und Oberösterreich und Salzburg mit jeweils 22,3 Prozent leicht drüber. Das größte Plus lukrierte die FPÖ formal in Kärnten mit 11,0 Prozentpunkten - dort hat sie im Lauf der Legislaturperiode aber den größten Teil des damaligen BZÖ übernommen. Das zweitgrößte Plus gab es in der Steiermark (7,8 Prozentpunkte). Am schwächsten schnitten die Blauen in Niederösterreich ab, mit 18,6 Prozent und einem Plus von "nur" 1,3 Prozentpunkten.

Bei den Grünen lag Vorarlberg mit 15,8 Prozent vor Wien mit 15,3 - wobei sie in beiden Hochburgen ein Minus hinnehmen mussten. In allen anderen Ländern legten sie zu, am stärksten in Kärnten mit 4,1 Prozentpunkten. In Salzburg blieben sie mit 13,7 Prozent deutlich unter den bei der Landtagswahl erreichten 20,2 Prozent. Das schwächste Ergebnis brachte einmal mehr das Burgenland mit 6,3 Prozent.

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