Nationalratswahl 2013 von

Kanzler-Duelle im Privat-TV

Regierungsspitzen duellieren sich doch auch auf ATV - Kanzler drei Mal bei Puls 4

Spindelegger und Faymann stellen sich der Presse nach dem Ministerrat. © Bild: Profil/Walter Wobrazek

Es gibt sie nun doch, die Kanzlerduelle im Privat-TV: Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat zumindest einen Korb zurückgenommen und wird nun doch - entgegen der vorherigen Ankündigung - bei ATV zum "Duell" mit Kontrahent Michael Spindelegger (ÖVP) antreten. An dem Modell, wie diese Debatte genau aussehen soll, wird noch gefeilt, hieß es bei ATV. Dem Sender Puls 4 macht der Kanzler gleich dreimal seine Aufwartung - im August soll er dort in der "Wahlarena" ebenfalls auf Spindelegger treffen. Kurz vor der Wahl findet am 24. September das letzte Kanzler-Duell im ORF statt. SPÖ und ÖVP wollen den Wahlkampf im TV offenbar zum Kanzler-Duell hochstilisieren.

Zuvor war berichtet worden, dass der Bundeskanzler nicht zu einem Duell anzutreten, doch das ist nun laut „Kurier“ anders. Zu Elefantenrunden im Privat-TV wollen die Parteichefs von SPÖ und ÖVP zwar nicht antreten und auch zum Kochen auf Puls 4 ließ sich der Bundeskanzler nicht überreden, dafür gibt er dem Sender in der kommenden Woche ein großes Interview, wie Puls 4-Infochefin Corinna Milborn gegenüber der APA sagte. Im August will Puls 4 dann als erster Sender die Regierungsspitzen gegeneinander beim Duell antreten lassen in Form einer "Wahlarena" mit Publikumsbeteiligung.

Dass der Sender damit den Wünschen von Faymann und Spindelegger nachkomme - Faymann meinte zuletzt im "Kurier", Zweier-Konfrontationen ohne Publikum seien für die Zuschauer zu langweilig, weshalb man eine Art Bürgerforum bevorzuge - wies Milborn zurück. Die "Wahlarena" mitsamt den Bürgerfragen entspreche dem Konzept der Puls 4-eigenen "Pro und Contra"-Sendungen. "Es wäre seltsam, wenn gerade diese Sendung ohne Publikumsbeteiligung stattfinden würde", so Milborn. Außerdem handle es sich nicht um Applauspublikum, sondern vielmehr um 100 Bürger, die die österreichische Bevölkerung repräsentieren und kritische Fragen stellen würden.


Bei Puls 4 dürfen die Spitzenkandidaten nicht nur im Doppelpack sondern auch noch einzeln in die Wahlarena, um sich dort den Sorgen und Fragen des Volkes zu stellen. Der Kanzler ist als letzter Kandidat am 22. September an der Reihe.

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