Nationalratswahl 2013 von

FSG für Rot-Schwarz

SP-Gewerkschaft will stabile Regierung - keine Stimmen für Rot-Blau

Katzian und Faymann © Bild: APA/Hochmuth

Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) hat sich Donnerstagnachmittag einhellig darauf festgelegt, Verhandlungen der SPÖ mit der ÖVP zur Bildung einer neuen Bundesregierung zu unterstützen. Es sei "vollkommen klar, dass die FSG Verhandlungen mit der ÖVP mit dem Ziel einer stabilen Bundesregierung unterstützt", sagte Fraktionschef Wolfgang Katzian nach einer knapp dreistündigen Aussprache des FSG-Vorstands mit Bundeskanzler Werner Faymann. Stimmen für Rot-Blau habe es in der Sitzung nicht gegeben.

An ein Scheitern der Gespräche mit der Volkspartei will Katzian nicht denken. Er gehe davon aus, dass es die Zielsetzung ernster Verhandlungen gebe und kein "Kasperltheater" aufgeführt werde. Selbst im Fall eines Scheiterns sei die FPÖ für die sozialdemokratischen Gewerkschafter aber keine Option. Seitens einzelner Gewerkschafter sei in der Sitzung bloß auf die Notwendigkeit hingewiesen worden, im parlamentarischen Alltag mit allen Fraktionen in Kontakt zu bleiben.

Zufrieden ist die FSG auch mit der Position Faymanns, wonach ein allfälliger Koalitionspakt nur im SPÖ-Vorstand abgesegnet werden müsste. Eine Urabstimmung hält Katzian nicht für nötig. Denn es werde hier das gleiche Prozedere gewählt wie bei Kollektivvertragsverhandlungen, wo ebenfalls der Vorstand das Ergebnis absegne. Welche Punkte den Gewerkschaftern bei den Gesprächen mit der ÖVP besonders wichtig sind, wollte Katzian aus verhandlungstaktischen Gründen nicht sagen. Grundsätzlich gelte, dass die 111 Punkte aus dem SPÖ-Wahlprogramm in einem möglichst großen Ausmaß umgesetzt werden sollen.

Mitreden wird die FSG offenbar auch selbst. Katzian geht davon aus, Mitglied im Verhandlungsteam Faymanns zu werden. Der Kanzler äußerte sich nach der Aussprache mit den Gewerkschaftern nur kurz. Er blieb dabei, dass Rot-Blau für die SPÖ keine Option sei.

Kommentare

Da sieht man wieder einmal, was für Wendehälse dieser Katzian und seine völlig unnötige Organisation namens Gewerkschaft sind!

christian95 melden

Einfach unglaublich wer aller meint Österreich zu regieren.
Das ist einmal die groesste Bundesregierung aller Zeiten und weitere 75 Regierungsmitglied in den Bundesländern, 770 Abgeordnete, Sozialpartner, 10 Arbeiterkammern, 10 Wirtschaftskammern, 10 Bauern Kammern, Industrielle Vereinigung, 10 ÖGB......

christian95 melden

Das alles weiterhin, obwohl schon 80% der Gesetze aus Brüssel kommen. Ich denke man könnte mind. 50% dieser Politiker einsparen.

giuseppeverdi melden

Jetzt wurden die dummen Roten vom kalten Lächler Faymann wieder auf Linie gebracht. Ich freue mich schon auf die nächste Wahl in drei Jahren, weil 5 Jahre halten diese Pharisäer ohnehin nicht durch!

christian95 melden

So etwas ist nur in der "Bananenrepublick" Österreich möglich. Politiker nennen sich Demokraten wenn sie mit vom Volk gewählte Mandatare nicht zusammenarbeiten wollen! (Von Faymann, Glawischnig bis HC)

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