Nationalrats-Wahl: Grüne packten
bei Klausur in Seggau Ökokiste aus

Im Wahlkampf können die Tomaten grün sein

"Wollen'S nicht zu den Roten gehen?" "Na, das sind die Falschen." Auch wenn es um Tomaten geht, die Farbe muss stimmen, wenn Grüne-Bundessprecher Alexander Van der Bellen und sein Vize Eva Glawischnig bei einem Besuch im Bioladen "Frischehof" im südsteirischen Leibnitz für die Fotografen posieren. Bei dem Betriebsbesuch im Rahmen der zweitägigen Bundesvorstandsklausur packten die Grünen buchstäblich die Ökokiste aus.

"Gemüsekiste", "Mutter-Kind-Kiste", "Gartlerkiste", "Jausenkiste", "Regionalkiste" und "Obstkiste" - Die Familie Robier bietet in ihrem Bio-Restaurant-Cafe-Shop "Frischehof" in Leibnitz allerlei "Frischeboxen" und Ökoprodukte an. "Wenn man täglich am Bauernmarkt steht und immer gefragt wird, ob das Gemüse eh nicht gespritzt ist, ist der Weg vorgegeben", erklärt Maria Robier die Entstehungsgeschichte des Familienbetriebs.

Die Ökopartei zeigte sich einhellig interessiert am Anbau und Vertrieb der Schwerpunkte des Frischehofs Getreide und Gemüse. Wobei Letzteres im Wahlkampf - zumindest für die Fotos - auch "grün und unreif" sein darf. Für den Salat zu Hause bekam die Vizechefin Glawischnig freilich zwei große, reife und rote Fleischtomaten geschenkt.

Und da man im Wahlkampf bekanntlich viel Energie braucht, tankte die grüne Oppositionstruppe bei dieser Gelegenheit auch "steirische Kernkraft" (Kernöl, Anm.) und deckte sich mit sonstigen Köstlichkeiten ein - Hauptsache Bio.

(apa/red)