Die ganze Wahrheit?

Ex-OGH-Präsident über Fehler der Justiz, Ernst H.'s Rolle und Nataschas Schweigen

Seine Stimme ist fest, seine Ansichten sind klar: Im Fall Kampusch ist die Wahrheit noch nicht auf dem Tisch. Ex-OGH-Präsident Johann Rzeszut hat sich mit NEWS.AT im Wiener Cafe Griensteidl getroffen und erzählt, warum er die Causa nicht ruhen lassen kann. Weil es zahlreiche Ungereimtheiten gibt, weil zwei Menschen gestorben sind, weil die Justiz gravierende Fehler gemacht hat. Und er enthüllt auch, warum Natascha Kampusch allen Grund hätte, nicht die Wahrheit zu sagen und welche Rolle Ernst H., Priklopils Freund, dabei spielt.

von Natascha Kampusch - Die ganze Wahrheit? © Bild: NEWS.AT/Patrick Fischer

NEWS.AT: Die Causa Kampusch ist durch den parlamentarischen Unterausschuss wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Was regt Sie an diesem Fall am meisten auf?

Johann Rzeszut: In den zwei Jahren, in denen ich mit dem Fall befasst war, habe ich sehr eng mit dem Sonderkommissions-Ermittlungsleiter Franz Kröll zusammengearbeitet. Er ist, wie ich damals mit einiger Erschütterung in der Zeitung gelesen habe, Ende Juni 2010 aus dem Leben geschieden, unter Begleitumständen, die ich persönlich sofort hinterfragt habe. Ich bin dann zu der Überzeugung gekommen: Wenn er nicht im Fall Kampusch tätig gewesen wäre, wäre er noch am Leben. Nachdem ich all die Details im Fall kenne, habe ich beschlossen, das lasse ich nicht auf sich beruhen. Ich könnte mich den Rest meines Lebens nicht mehr im Spiegel anschauen, wenn ich jetzt nicht offen lege, was ich weiß. Das bin ich ihm schuldig. Wir waren nicht befreundet, aber wir waren kollegial sehr eng verflochten. Und er ist mit jedem neuen Problem oder Ermittlungsergebnis immer zu mir gekommen. Mir ist es ganz einfach unter die Haut gegangen, dass er nicht mehr lebt.

NEWS.AT: Was haben Sie nach dem Tod von Franz Kröll unternommen?
Rzeszut: Ich habe einen Brief ans Parlament geschrieben. Daraufhin ist von der Justiz das Verfahren gegen die fünf Staatsanwälte eingeleitet worden. Den Brief habe ich deshalb ans Parlament geschrieben, weil ich schon ein Jahr zuvor gesehen habe, was sich auf Justizebene abspielt. Dort sind Sachen passiert, die ganz grundlegend unverständlich sind.
Einzige Tatzeugin lange nicht vernommen
NEWS.AT: Was waren das für Sachen?
Rzeszut: Das war primär der Umgang mit der einzigen unbeteiligten Tatzeugin, einem zwölfjährigen Mädchen. Sie war als Einzige ab der Tat aktenkundig. Dieses Mädchen hat vom Zeitpunkt der Entführung weg immer gesagt, sie habe einen Mann, der beim Lenkrad sitzt gesehen, der nie aufgestanden ist und sie habe einen zweiten Mann gesehen, der das Mädchen erfasst und ins Auto zerrt. Wenn ich acht Jahre lang nur eine Tatzeugin habe, ist es für mich völlig unbegreiflich, dass sie nicht ausführlich vernommen und eine Niederschrift erstellt worden ist. Sie ist das erste Mal am 27.8. 2006 polizeilich vernommen worden. Das war vier Tage nachdem Natascha Kampusch aufgetaucht ist. Davor ist sie schon befragt worden, aber diese Vernehmungen sind nicht wortwörtlich, sondern nur in Form eines Berichts festgehalten worden - mit einem dementsprechend breiten Spektrum an Fehlerquellen.

NEWS.AT: Von Seiten der Justiz ist immer wieder von Widersprüchen die Rede, in die sich die Tatzeugin Ischtar A. verwickelt hat.
Rzeszut: Es waren natürlich Widersprüche drinnen, aber im wesentlichen Punkt ist sie immer konstant geblieben. Sie hat stets angegeben, dass zwei Personen im Auto gesessen sind. Sie hat gesagt, sie ist auf dem Schulweg unterwegs gewesen. Vis-a-vis hat sie einen weißen Kastenwagen stehen gesehen, dort ist ein Mann drinnen gesessen. Sie denkt sich nichts dabei, geht weiter. Als sie ungefähr auf der gegenüberliegenden Seite auf der Höhe einer Hecke ist, hört sie einen Schrei. Sie schaut hinüber und sieht den Lenker, der noch immer sitzt. Ein Zweiter greift das Mädchen und zieht es ins Auto hinein. Sie versteckt sich aus Angst hinter dem Busch. Das Auto fährt weg. Sie geht weiter. Und sieht an der Folgekreuzung das ihren Angaben nach idente Fahrzeug von vorne auf sie zukommen. Ident deshalb, weil das Auto hinten einen schwarzen Buckel gehabt hat, den auch das parkende Auto gehabt hat, wie sie sagt. An der Folgekreuzung hat sie dann zum ersten Mal zwei Personen im Fahrzeug gesehen. Und diese Angaben sind im Kern immer gleich geblieben. Die Aktenstellen, in denen darauf Bezug genommen wird, habe ich auch in meinem Schreiben ans Parlament so weitergegeben. Das Mädchen ist praktisch unbeachtet geblieben. Es ist etwas ganz Entscheidendes, wenn ich einen Zeugen habe, der keinen Grund hat eine zweite Person dazu zu erfinden. Was soll sie für ein Motiv gehabt haben? An die Zeugin denkt niemand, wie sie sich fühlt. Dass es für sie auch eine seelische Belastung ist.

NEWS.AT: Die Justiz ist jahrelang von einem Einzeltäter ausgegangen. Warum hat man den Aussagen von Ischtar A. nicht mehr Bedeutung beigemessen und ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt?
Rzeszut: Das Mädchen hat das Auto am schwarzen Buckel wieder erkannt. Die Nachbarin hat aber nie einen schwarzen Buckel an Priklopils Auto gesehen. Auch das Produktionsprogramm von Mercedes hat keinen Bauteil, der einem schwarzen Buckel entspricht. Es ist daher gefolgert worden, das Auto mit dem schwarzen Buckel an der Folgekreuzung kann nicht das Priklopil-Fahrzeug gewesen sein. Die deutliche Wahrnehmung von zwei Personen im Führerhaus muss sich daher auf ein fremdes Fahrzeug beziehen. Dabei vergessen sie aber ganz, dass der Buckel schon beim parkenden Auto beschrieben wird und dass dieser Buckel der Grund ist, warum sie gesagt hat, es ist dasselbe Fahrzeug. Dann wird argumentiert, die Zeugin projiziert die Wahrnehmungsphase, in der sie erstmals zwei im Führerhaus gesehen hat, in autosuggestiver Weise auf die erste Wahrnehmungsphase, in der sie überfordert war. Weil das eine Simultanwahrnehmung ist, wenn man vorne im Fahrerhaus jemanden sieht und hinten eine zweite Person. Das wäre so, als würde ich im Cafe hinüberschauen und dort eine Dame mit einer roten Jacke und einem schwarzen Rock sehen. Dann bin ich überfordert, weil ich eine Simultanwahrnehmung erlebe? Das ist doch Unsinn. Und das ist die Argumentation für ihre Unglaubwürdigkeit. Und warum? Es durfte an der Opferdarstellung nicht gekratzt werden, weil Kampusch gesagt hat, es war nur einer. Das ist das große Problem dabei.
Kann Natascha nichts vorwerfen
NEWS.AT: Wie sehen sie die Rolle von Natascha? Inwieweit ist sie verpflichtet die Wahrheit zu sagen?
Rzeszut: Dem Gesetz nach ist sie als Zeugin natürlich verpflichtet, die Wahrheit zu sagen. Aber man kann sie nicht zur Verantwortung ziehen. Sie war ein kleines Kind, als die Entführung passiert ist. Sie wurde hineingestoßen in einen Bereich, der völlig atypisch für eine normale Kindheit ist. Was immer aus ihr geworden ist, ist nicht ihr Verschulden und kann man ihr auch nicht vorwerfen. Sie hat also das Recht aus menschlichen Gründen unangetastet zu bleiben. Sie hätte in Ruhe gelassen werden können, wenn da nicht die Verpflichtung der Wahrheitsfindungsbehörden und der Gerichtsbarkeit bestehen würde. Wenn ein Verdacht auf eine Straftat da ist, muss man dem nachgehen und die Wahrheit auf den Tisch legen.

NEWS.AT: Inwieweit sind Nachforschungen über sexuelle Übergriffe für die Klärung des Falls nötig? Greift da nicht der Opferschutz?
Rzeszut: Man darf eines nicht vergessen. Es war ein Entführungsgeschehen ohne Lösegeldforderung und es gab auch keinen Sorgerechtsstreit im Hintergrund. Und was bleibt dann über? Da gibt es noch die sexuelle Komponente. Natürlich muss man das Opfer, das sicher traumatisiert ist, schonen. Aber wenn ein Sexualdeliktsverdacht da ist, kann man die sexuelle Komponente bei den Ermittlungen nicht ausschalten. Selbstverständlich hat die Gesellschaft nicht nur das Recht, sondern auch ein Interesse daran, dass ermittelt wird, wenn ein potentieller zweiter Kinderschänder herumläuft. Noch dazu, wenn es verschiedene Anhaltspunkte gibt, dass es sich nicht nur um das eine Kind dreht, sondern unter Umständen ein Pädophilenring serienmäßig bedient wird.

NEWS.AT: In diesem Zusammenhang wurde auch über die 500.000 Schilling spekuliert, die Priklopil seinem Geschäftspartner und Freund, Ernst H., wenige Tage nach der Entführung überwiesen hat. War das eine Indiz für pädophile Kreise?
Rzeszut: Tatsache ist, dass 500.000 Richtung Priklopil geflossen sind und eine Woche später sind rund 460.000 wieder an Ernst H. zurückgeflossen. Die erste Erklärung von H.: Es war ein Darlehen an Priklopil für einen Porsche. Bei dieser Version bleibt er drei Jahre. Dann wird ihm vorgehalten, dass sich Priklopil erst drei Monate vorher einen BMW 850 gekauft hat. Ernst H. wechselt den Verteidiger. Er gibt selber zu, dass das Geld nicht für den Porschekauf war. Wofür war es dann? H. gibt an es war Schwarzgeld, eine steuerschonende Manipulation. Aber warum wechselt er den Verteidiger? Wenn jemand die Verantwortung und die Angaben wechselt, ist das nicht unbedingt ein Plus für seine Glaubwürdigkeit. Das verpflichtet zu Gedankengängen in eine andere Richtung. Wenn es ein Missbrauchsvorhaben war, könnte das Geld eine Tatentlohnung gewesen sein. Wird das mögliche Opfer aus irgendeinem Grund nicht genommen, geht das Geld wieder retour.

NEWS.AT: Inwiefern hat die Rufdatenrückerfassung der Handys von Ernst H. und Priklopil diese Möglichkeit untermauert?
Rzeszut: Bei H. war ein Teilnehmer mit der Bezeichnung „be kind slow“ gespeichert. Hinter „be kind slow“ steckt, wie ermittelt worden ist, ein Milizoffizier namens Peter B. Das Auffällige daran war, dass nach jedem aktiven und passiven Gespräch zwischen den beiden, Ernst H. eine Geschäftsführerin eines Pornoladens am Gürtel angerufen hat. Wenn man so etwas feststellt, ist das ein Ermittlungsansatz. Wenn Sexualität im Raum steht, muss man das überprüfen. Die Befragungen der beiden haben ergeben, dass sie sich nicht kennen und sich die wechselseitige Speicherung nicht erklären können. Das ist eine Erklärung, mit der ich mich als ermittelnder Verantwortungsträger nicht zufrieden geben kann. Diese Angaben können so nicht stimmen.

Teil II des Interviews: Rzeszut über ein mögliches Priklopil-Kind, warum Natascha schweigt, den Tod von Kröll, und einen neuen U-Ausschuss

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

Die Bedeutung vom Pseudonym...be kind slow Nun ja... vielleicht hätte es ja heißen sollen: be kind - slow! ...Ich liefere dir dazu auch mal die passende Übersetzung: sei freundlich - Begriffsstutzig!... Natürlich habe ich keine Ahnung warum man sich bei jemand den Vermerk machen sollte freundlich zu sein, weil dieser jemand scheinbar begriffsstutzig ist?? ...aber ich hab ja auch nicht die Denkweise vom Herbert P. ;-)

Ignaz-Kutschnberger
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Sag lieber OGH Präsident ade ...wie naiv bist du eigentlich??? *grins Glaubst du wirklich ein kleines Mädchen würde zu einem fremden MANN ins Auto steigen...man sagt ja immer geh nicht mit eineM Fremden mit... ich helfe Ihnen mal bissl auf die Sprünge... Was wenn aber wirklich 2 Personen im Auto waren, wovon Sie ja auch ausgehen... aber wer bitte sagt, dass es sich bei der 2. Person um einen MANN gehandelt hat *grins... Nur mal angenommen, die 2. Person wäre eine FRAU gewesen???... ;-) So, ich hoff ich dir mal bissl weiterhelfen können, Hans...

Ignaz-Kutschnberger
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... weil bei so einem komplizierten Fall sollte man nicht nur in eine RICHTUNG denken... da muss man sich schon die Mühe machen und auch andere Optionen in Betracht ziehen ;-) Also sollten damals wirklich 2 Personen im Auto gewesen sein, sollte man eben auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass besagte 2. Person nicht unbedingt männlich gewesen sein muss. Aber das sind halt alles nur mögliche Denkansätze... wie bereits heute hier erwähnt, weiß Frau Kampusch dazu bestimmt genauere Einzelheiten ...und mir kanns ehrlich gesagt relativ WURSCHT sein ;-)

Patridiot melden

Eigentlich egal, ob Kampusch lügt oder nicht ... Der Fall ist in erster Linie ein Synonym für bananenreplikanische Polizei- und Justizarbeit. Vorsätzlich manipulierte Ermittlungen, Beweisunterdrückung und -verfälschung, Fakten unter den Tisch kehren, etc., ist in Österreich nichts Neues, sondern ganz normale behördliche Methode, um ein Ergebnis ganz nach Wunsch/Erfordernis zu produzieren.
Um Mittäter zu schützen oder um bei Erfolglosigkeit einen Wunschtäter zu konstruieren, das Rechtsstaatsmäntelchen wird immer passend zurechtgeschneidert und umgehängt.

Ignaz-Kutschnberger
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@Patridiot aha...interessante Argumentation...
Aber ich frage mich dann schon, warum man dann in dem Fall weiter ermitteln sollte...und noch zusätzliche Kosten anhäufen...wenn Frau Kampusch ihre Version der Geschichte erzählt hat und man schwer überprüfen kann ob das den ganzen Fakten entspricht oder nur teilweise... da kommen Sie daher und unterstellen der Polizei und Justiz dann einen möglichen MittäterIn zu schützen??? Hören Sie mal, wenn selbst Frau Kampusch das möglicherweise in Kauf nimmt...dann könnens doch nicht unserer Justiz hier einen Vorwurf machen und aber auf der anderen Seite behaupten es ist eigetnlich eh egal ob Kampusch lügt oder nicht!

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@war-lord Das Opfer ist nur ein Teil der Geschichte. Nehmen wir mal an es gab Mitwisser/ -täter. Dann wäre NKs Aussage nach der Entführung im Wald mit WP auf "zur Einschüchterung erfundene" vermeintliche andere gewartet zu haben durchaus von Wert. Ebenso dass das Verließ bei der Entführung nicht fertig war, WP aber wohl dran gelegen war dass sie Matratze und Heizung hat und dies besorgen ging. Man würde annehmen sowas plant man vorher? Ja sie war die ganze Zeit dort. Trotzdem war sie, vor allem anfangs, meist im Keller. Ich halte es durchaus für möglich dass sie\'s einfach nicht weiss, oder nicht sagen kann. Und überprüfen könnte man mal die ganzen Ansätze die +/- ignoriert werden, zb Holzapfel. Geldverschwenderei beginnt da wo alle relevanten Fakten analysiert wurden. Hier noch lange nicht der Fall.

Ignaz-Kutschnberger
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Einschüchterung...es kommen noch andere??...lächerlich!! Mal ehrlich...ein etwa 30jähriger Entführer muss ein 10jähriges Kind noch zusätzlich dadurch einschüchtern, dass er im Wald sagt ...er wartet noch auf andere??... Was bitte soll daran bei einem Mädchen das gerade entführt wurde hier noch einschüchternd wirken??? Und wozu einschüchternd??...Hat er sich leicht vor der 10jährigen gefürchtet und sich gedacht ich muss sie jetzt noch zusätzlich einschüchtern und muss ihr erzählen es kommen noch andere?? :-) ...lächerlich, oder!

Ignaz-Kutschnberger
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... Wenn sich Kampusch richtig erinnert und er damals im Wald angeblich auf andere gewartet hat und er das auch so zu ihr gesagt hat, dann gehe ich mal davon aus, dass eventuell auch noch jemand anderer kommen sollte...weil dies als Einschüchterung gegenüber eines gerade entführten 10jährigen Mädchens zu erwähnen ist doch echt lächerlich. Hätte er sie vor der Schule abgefangen und gesagt, du steig ein, ich soll dich zu deinen Eltern bringen...wäre mit ihr in einen Wald gefahren und hätte dort gewartet und gesagt, wir warten hier noch auf deine Eltern...dann wäre der Sachverhalt ein anderer!!

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Grundsätzlich: Es ist genug - gebt Ruhe, aber..... ....wenn man sich sachlich und ohne Emotionen die Fakten dieses Herrn da oben ansieht und einer Analyse unterzieht, dann hat er recht. Dann frage ich mich allerdings, warum Frau Kampusch so beharrlich schweigt? Hat sie Angst, dass man ihr nachweisen könnte, dass Ihr eine Flucht viel früher möglich gewesen wäre und sie erst dann geflohen ist, als es ihr beim Entführer nicht merh "so gefallen" hat?

huginator melden

Re: Grundsätzlich: Es ist genug - gebt Ruhe, aber..... ich finde, die kampusch hat jedes recht zu schweigen. außerdem geht es im kern ja gar nicht um sie. weil ihr leid steht ja völlig außer frage, sie ist das opfer. jetzt geht es ja um die frage, ob die ermittlungen gut oder schlecht waren - und falls sie schlecht waren, das auszubügeln.

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

@huginator... Sag mal, wie willst jetzt im Nachhinein was ausbügeln??...
Und @kickoff möcht ich fragen: Warum hätte Kampusch fliehen sollen?? ...oder ist man als Entführungsopfer gesetztlich dazu verpflichtet zu fliehen??

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Re: Grundsätzlich: Es ist genug - gebt Ruhe, aber..... "Hat sie Angst, dass man ihr nachweisen könnte, dass Ihr eine Flucht viel früher möglich gewesen wäre und sie erst dann geflohen ist, als es ihr beim Entführer nicht merh "so gefallen" hat?"

Aussagen wie diese sind genau diejenigen die das Ansehen des Unterausschusses, Rzeszuts etc. in den Dreck ziehen, à la Kampusch zum Täter machen. Warum sollte die gute Frau das getan haben? Und ist das das erste was Ihnen bei der Faktenlage ins Gesicht springt? Genervt sein von ihrer Medienpräsenz ist eine Sache, daraus emotional motivierte Schlüsse zu ziehen nicht fair. Möglich ist sicher alles. Aber ich denke die Puzzleteile passen auch ohne eine verdrehte Opferrolle zusammen.

mmeinung melden

Wann kann den der alte Herr endlich eine Ruhe geben!!! Was wohl er gesagt hätte, wenn seine Urteile etc. so hinterfragt worden wären....er ist Privatmann (Pensionist) und w a r einmal Präsident des obersten Gerichtshofes. Wie kommt ein Staatsanwalt Dr.Mühlbacher dazu, dass seine Ermittlungsergebnisse schlecht gemacht werden.
Warum gibt News denen Personen eine Plattform????

huginator melden

Re: Wann kann den der alte Herr er tut das ja nicht aus privatvergnügen. er wurde in die kommission geholt. insofern denke ich schon, dass er auch eine berechtigung hat, fehler anzusprechen, wenn er der meinung ist, dass sie passiert sind. abgesehen davon hat gerade news allen seiten eine plattform gegeben, wenn man das so nennen mag. und persönlich finde ich, dass der "alte herr" durchaus was zu sagen hat.

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Verschwröungstheoretiker sind die schlimmsten Nervensegen Es ist schier unglaublich was sich Verschwörungstheoretiker alles ausdenken. In meinem Bereich einer der beliebtesten Theorien "Die Erfindungen in der Schublade der Konzerne", "Die Verschwörung der Umweltbewegung den armen Konsumenten vom billigen Öl weg zu bekommen", oder schlicht und einfach "Die Unmöglichkeit mit einem 50 km Reichweite Elektroroller bis 100km pro Tag zu fahren". Da werden jahrelange persönliche Erfahrungen einfach weg gewischt, der Verschwörungstheoretiker weis alles viel besser. Alles was man an Gegenargumenten bringt ist nur Teil einer ganz grausigen neuen Verschwörung.

Ignaz-Kutschnberger
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@founder ...das hat nicht unbedingt was mit Verschwörung zu tun... Gedanken über Vorgänge sollte sich ein gesunder Menschenverstand immer machen... sonst hätte man das RAD niemals erfunden! ;-) Und ich kenne die Geschichte zu wenig...aber ich versetze mich mal also Pseudo-Profiler in die Situation von Herrn Priklopa *grins... angenommen ich hätte einen Mensch, der mir viel bedeutet, bei mir im Haus eingesperrt....bin ständig mit dem Auto unterwegs...und die Chancen auf der Straße einen tödlichen Unfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden sind ziemlich groß...würde ich da wollen, dass besagte Person nach meinem Ableben eingesperrt verhungern müsste?? Denken Sie mal bissl logisch darüber nach...vielleicht haben Sie ja dann auch die ein oder andere Theorie darüber ;-)

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