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Rendezvous im Weltraum

Erster privater Raumtransporter genehmigt. "Drache" startet Andockmanöver an ISS.

NASA - Rendezvous im Weltraum © Bild: APA/EPA/NASA

Rendezvous im Weltraum: Der erste private Raumtransporter im All hat die Internationale Raumstation ISS erreicht. Zwei Astronauten an Bord der ISS gelang es gegen 16.00 Uhr MESZ, die Kapsel "Dragon" mit einem Roboterarm der Station zu packen. Zuvor hatte "Dragon", übersetzt "Drache", auf seiner Reise zur ISS eine Reihe von Tests mit Bravour bestanden.

"Das Einfangen ist abgeschlossen", jubelte die Sprecherin des US-Unternehmens SpaceX, das die Kapsel gebaut hat, in einem E-Mail. Vorerst letzte große Aufgabe war es, die 4,4 Meter hohe und 3,7 Meter breite Kapsel mit dem Kranarm in die Ladebucht des ISS-Moduls "Harmony" zu hieven und sicher zu befestigen. Für diese letzte Phase des historischen Andockmanövers waren mehrere Stunden angesetzt.

Kompliziertes Andockmanöver
Die Prozedur war kompliziert und langsam - und doch spannend wie ein Krimi. Meter für Meter schob sich der Frachter an den Außenposten heran, um dann wiederholt für Tests gestoppt zu werden: eine sorgfältig geplante Choreographie. So wurde etwa mehrere Male geprüft, ob die Kommunikation zwischen dem Besucher und der ISS klappt und ob alle Manövriersysteme der Kapsel funktionieren.

Nun sollen die ISS-Dauerbewohner mit dem Auspacken beginnen. Der Frachter ist mit gut 500 Kilogramm an Versorgungsgütern beladen. Auf dem Rückweg wird er Müll von der ISS zur Entsorgung auf der Erde befördern. Landen soll der "Drache" im Pazifik vor der kalifornischen Küste, um dann von einem Schiff aufgelesen zu werden.

Klappt weiter alles gut bei dieser Test-Mission, soll SpaceX im Auftrag der NASA mit einer Serie von zwölf Gütertransport-Flügen zur Raumstation beginnen. Dafür hat die Behörde mit dem Unternehmen einen 1,6 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro) schweren Vertrag abgeschlossen.