Nahost-Konflikt von

Golan: Raketen aus Syrien eingeschlagen

Keine Berichte zu möglichen Opfern - Sorge vor Ausweitung des Konflikts

Soldaten stehen auf den Golanhöhen. © Bild: APA/EPA/ABIR SULTAN

Fünf aus Syrien abgefeuerte Raketen sind in der Nacht zum Sonntag auf den Golanhöhen eingeschlagen. Die israelische Armee teilte mit, sie seien an verschiedenen Orten niedergegangen. Es gab keine Berichte zu möglichen Opfern oder Sachschäden.

Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert. Im Juni bombardierte die israelische Armee nach einem tödlichen Angriff aus Syrien Stellungen des syrischen Militärs.

Ausweitung des Konflikts?

Die neuen Angriffe nährten die Sorge vor einer Ausweitung des Gazakonflikts. Nur Stunden zuvor hatten Extremisten im Libanon zwei Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Ein Haus in Galiläa sei getroffen worden, teilte der israelische Rundfunk mit. Acht Menschen hätten einen Schock erlitten. Israel legte den Angaben zufolge Beschwerde bei der internationalen Beobachtertruppe UNIFIL im Südlibanon ein.

Auch die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen dauerten am Sonntagmorgen an. Die israelische Luftwaffe bombardierte in der Nacht wieder Ziele in dem Palästinensergebiet. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens zwei Menschen getötet. Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 8. Juli seien mehr als 2100 Menschen getötet und mehr als 10.600 verletzt worden, hieß es. Auf der israelischen Seite kamen 64 Soldaten und vier Zivilisten ums Leben.

Gaza-Krieg: Kein Ende in Sicht

Israel stellt sich nach den Worten seines Regierungschefs auf eine Fortsetzung des Gaza-Kriegs auch im kommenden Monat ein. Die Offensive werde andauern, "bis ihre Ziele erreicht sind", sagte Benjamin Netanyahu am Sonntag zum Auftakt einer Regierungssitzung in Tel Aviv. Finanzminister Yair Lapid hat mit gezielten Angriffen auf die politische Führung der Hamas auch im Ausland gedroht.

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