Nahost-Frieden laut Blair heuer möglich:
"Ich vertraue auf die Bemühungen der USA"

Abkommen könnte bis Ende des Jahres klappen Sicherheitsbedenken Israels aber ernst zu nehmen

Der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, Tony Blair, hält - ebenso wie US-Präsident George W. Bush - ein Friedensabkommen im Nahen Osten bis Ende des Jahres für möglich. "Das ist ein Abkommen, das definitiv gemacht werden kann und es kann definitiv bis Ende des Jahres gemacht werden", sagte der ehemalige britische Premierminister in einem Interview der Zeitung "The Times".

Er vertraue auf die Bemühungen der USA. "Das Engagement der Amerikaner hat sich in den vergangenen zwei Monaten bedeutend verändert, sowohl was die Qualität als auch die Quantität angeht", sagte Blair. "Ich mache mir keine Sorgen, dass der US-Präsident in seinem letzten Amtsjahr ist. Erstens ist er enorm beliebt in Israel. Zweitens habe ich den Friedensschluss in Nordirland einen Monat vor meinem Ausscheiden aus dem Amt unter Dach und Fach gebracht." Es sei wichtig, sowohl Israels Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen als auch den Palästinensern in Aussicht zu stellen, dass die Besatzung irgendwann beendet wird.

Blair hatte im Juni 2007 sein Amt als Regierungschef in London abgegeben und war wenig später zum Sondergesandten des Quartetts ernannt worden. Das Nahost-Quartett setzt sich aus Russland, den USA, der EU und der UN zusammen. Neben seiner Tätigkeit im Nahen Osten hat Blair verschiedene Beraterrollen bei Investmentbanken angenommen. (apa/red)