Nächstes japanisches AKW macht Probleme:
Rauch über Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa

Ursache für Problem unklar - keine Verletzten Fukushima: Zeolith gegen verseuchtes Meerwasser

Nächstes japanisches AKW macht Probleme:
Rauch über Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa © Bild: Reuters

Neben dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima hat in Japan ein weiterer Atommeiler Sorgen ausgelöst. Aus einem Kontrollstand im Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa in der Küstenpräfektur Niigata sei Rauch aufgestiegen, teilte die Betreiberfirma Tepco am Abend nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Es gebe keine Verletzten, die Ursache für das Problem sei unklar.

Tepco ist auch Betreiber der havarierten Atomanlage Fukushima, wo es nach dem Erdbeben und der folgenden Tsunamiwelle vom 11. März nach dem Ausfall der Kühlpumpen zur weltweit größten Atomkatastrophe seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 kam. Mit Hilfe des Radioaktivität aufnehmenden Minerals Zeolith versucht der Betreiber dort die radioaktive Verseuchung des Meerwassers einzudämmen.

Im Schacht eines Meerwasserrohrs des Reaktors 2 ist das dort angesammelte hochgradig verseuchte Wasser bis zum Samstag um 1,5 Zentimeter gestiegen.

Die Arbeiter in der Atomruine deponierten drei je 100 Kilogramm schwere Säcke mit Zeolith nahe der Ansaugrohre für den Reaktor 1 im Meer. Sieben weitere der 80 Zentimeter hohen Säcke seien vorbereitet worden, meldete Jiji. Die Arbeiten werden am Wochenende fortgesetzt. Der Betreiber Tepco will zunächst prüfen, wie effektiv diese Methode ist. Es werde erwogen, Zeolith dann auch in den Turbinengehäusen der Reaktoren einzusetzen, wo sich verseuchtes Wasser angesammelt hat.

Nachbeben erschweren Arbeiten
Zahlreiche Nachbeben sorgten immer wieder für Unterbrechungen der Arbeiten in Fukushima. Bei dem erneuten Beben, das sich am Samstag um 11.19 Uhr Ortszeit (4.19 Uhr MESZ) ereignete, war dies laut Tepco aber nicht der Fall. Das Epizentrum des Bebens befand sich nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde im Süden der Präfektur Ibaraki, rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 70 Kilometern, die US-Erdbebenwarte USGS gab die Tiefe mit lediglich 20 Kilometern an. Ein Tsunami-Alarm wurde nicht ausgelöst.

(apa/red)

Kommentare

Japan AKWS Ich verstehe wie man so schön sagt nur noch Bahnhof. Nachdem die Herrschaften in Japan die Lage in den AKW nicht in den Griff kriegen, wieso bitte forden die nicht endlich internationale Hilfe an ? Es gibt doch sicherlich genug Spezialisten die helfen wollen oder können. Das gleiche gilt für die arme Zivilbevölkerung. Für Stolz ist jetzt wohl keine Zeit mehr.

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