Nächste Pleite für Rapid: Hütteldorfer nach Niederlage in Mattersburg weiterhin Letzter

Umstrittenes Patocka-Goldtor: Ball hinter der Linie? Ausschluss: Rot für Burgstaller nach Brutalo-Grätsche

Nächste Pleite für Rapid: Hütteldorfer nach Niederlage in Mattersburg weiterhin Letzter

Rekordmeister Rapid liegt auch nach der 19. Bundesliga-Runde auf dem letzten Tabellenplatz. Die Hütteldorfer verloren in einer emotionalen Partie vor rund 15.000 Zuschauern auswärts gegen SV Mattersburg 0:1 und haben damit bereits drei Punkte Rückstand auf den neuntplatzierten GAK. Der Siegestreffer der Burgenländer durch Patocka (70.) war allerdings umstrittenen, laut Schiedsrichter Drabek hatte der Ball schon vor der Rettungsaktion von Kulovits die Linie überquert. Rapid muss damit außerhalb Wiens nun schon seit 25 Partien oder seit 30. Juli 2005 (2:0 in Salzburg) auf einen vollen Erfolg warten, die aktuelle sieglose Serie wurde auf acht Spiele verlängert.

Zuletzt hatten die Grün-Weißen im Hanappi-Stadion gegen Mattersburg gewonnen. Um den zweiten Sieg in seiner gut zweimonatigen Amtszeit zu feiern, nahm Coach Peter Pacult im Vergleich zum 0:4-Debakel am vergangenen Sonntag in Salzburg gleich sechs Änderungen in der Anfangsformation vor - eine davon notgedrungen: Steffen Hofmann musste wegen einer Erkältung passen.

Die zahlreichen Umstellungen machten sich aber nicht bezahlt. Mattersburg erarbeitete sich eine Feldüberlegenheit und wurde in der 9. Minute erstmals gefährlich, als Naumoski nach Mörz-Flanke völlig unbedrängt weit über das Tor köpfelte. Rapid antwortete mit einem abgefälschten Hoffer-Schuss, der nur knapp am Tor vorbeiging (18.). In der 38. Minute ließ der Rapid-Stürmer nach einem Patocka-Fehler Sedloski stehen, scheiterte aber an Goalie Borenitsch, der sich bei dieser Rettungsaktion verletzte und in der Pause durch Almer ersetzt wurde.

Vor dem Halbzeitpfiff gab es den ersten Aufreger, als Burgstaller in der 43. Minute nach einem Eckball den Ball mit der Hand berührte - Schiedsrichter Drabek entschied allerdings auf Foul an dem Rapid-Abwehrspieler, der von Naumoski gerempelt worden war.

Umstrittenes Gold-Tor: Ball hinter der Linie?
Nach dem Seitenwechsel war Rapid dem Führungstreffer zweimal nahe. Zunächst streifte ein Vorisek-Freistoß die Latte (55.), dann vergab Sara freistehend mit seinem schwächeren rechten Fuß kläglich (60.).

Die entscheidende und gleichzeitig umstrittenste Szene des Spiels folgte in der 70. Minute. Nach einem Eckball der immer stärker werdenden Mattersburger und einem Kopfball von Patocka rettete der auf der Linie postierte Kulovits per Kopf und via Querlatte - Drabek entschied allerdings, dass der Ball mit vollem Durchmesser die Torlinie überquert hatte.

Rot nach Brutalo-Sense
Die zwei Minuten später folgende Kurzschlusshandlung von Burgstaller ist wohl auf den Ärger über das umstrittene Tor zurückzuführen. Der Verteidiger grätschte mit voller Wucht in den Lauf von Atan, Drabek zückte zurecht die Rote Karte.

Danach versuchte Rapid mit der Brechstange noch den Ausgleich zu erzielen und forderte nach einer Attacke von Mravac an Kincl vergeblich einen Elfmeter. Mattersburg brachte den Vorsprung aber über die Zeit und stieß damit auf Rang zwei vor.

(apa/red)