Nadal muss auf Wimbledon verzichten:
Knieverletzung vereitelt Titelverteidigung

Damit Weg frei für fünffachen Sieger Roger Federer Aber auch Murray, Djokovic und andere Stars heiß

Nadal muss auf Wimbledon verzichten:
Knieverletzung vereitelt Titelverteidigung © Bild: Reuters/Melville

Das Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon findet ohne Herren-Titelverteidiger Rafael Nadal statt. Der spanische Weltranglisten-Erste sagte seinen Start in London aufgrund einer Knieverletzung ab. "Unglücklicherweise bin ich in diesem Jahr nicht in der Lage, in Wimbledon zu spielen", meinte Nadal im Rahmen einer Pressekonferenz.

"Daran zu denken, dass er vielleicht in Wimbledon nicht spielen könnte, ist ganz schön beängstigend", hatte Roger Federer zuvor gemeint. Das denkwürdige Endspiel, das im Vorjahr wegen Regenunterbrechungen erst in der Dämmerung beendet werden konnte und das Ende der fünfjährigen Regentschaft Federers brachte, ist noch jedem Tennisfan in Erinnerung.

Auch Federer, der sich schon direkt nach Paris als Wimbledon-Topfavorit erachtete, hat seit Paris aufs Tennis verzichtet, allerdings freiwillig bzw. wegen Erschöpfung. Doch der Schweizer strotzt nach seinem lang ersehnten French-Open-Triumph vor Selbstvertrauen. "Bei allem Respekt für die anderen Spieler. Ich denke, dass ich das Spiel, den mentalen Ansatz und die Erfahrung habe, in Wimbledon noch viele Male zu gewinnen", so der frühere Weltranglisten-Erste, der schon nach Wimbledon wieder auf den Tennisthron zurückkehren könnte.

Neben einem Nadal stehen freilich vor allem Andy Murray, der das Erbe von Tim Henman angetreten hat und endlich für den ersten Wimbledon-Titel eines Briten seit Fred Perry vor 73 Jahren sorgen soll, Novak Djokovic und - mit Abstrichen - Juan Martin del Potro, Paris-Finalist Robin Söderling, Andy Roddick und Jo-Wilfried Tsonga im Blickpunkt.
(apa/red)