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Rafael Nadal triumphiert in Hamburg

Setzt sich gegen Italiener Fognini durch: "Bin so motiviert wie lange nicht mehr"

Rafael Nadal © Bild: APA/EPA/Daniel Reinhardt

Der spanische Tennis-Star Rafael Nadal hat am Sonntag das Hamburger ATP-Turnier zum zweiten Mal nach 2008 gewonnen. Der topgesetzte 29-Jährige feierte im Finale gegen den Italiener Fabio Fognini (8) in intensiven 2:34 Stunden einen 7:5,7:5-Erfolg. Es ist der 67. Turniererfolg von Nadal, der dritte in diesem Jahr nach Buenos Aires ebenfalls auf Sand sowie Stuttgart auf Rasen.

Der Iberer wurde mit 311.775 Euro belohnt, mit den 500 verbuchten Weltranglistenpunkten wird sich der Iberer am Montag vom zehnten auf den neunten Platz vorarbeiten. Es ist zudem der 47. Sand-Turniersieg des ehemaligen Weltranglistenersten, wobei er sich für heuer schon zwei Niederlagen gegen Fognini revanchierte. Der 28-Jährige hatte sich im Semifinale von Rio de Janeiro und im Barcelona-Achtelfinale durchgesetzt.

Nadal erhöht auf 5:2-Führung

Nun aber erhöhte Nadal in diesem Duell auf eine 5:2-Führung. "Es war ein großartiges Match, wir haben so gekämpft. Es ist ein wichtiger Titel für mich bei einem der wichtigsten Sandplatzturniere der Welt", sagte er. Ein wenig trug auch Turnierdirektor Michael Stich dazu bei. Der 46-jährige Ex-Wimbledonsieger war in der Früh kurzfristig mangels Alternativen als Sparringpartner eingesprungen.

Unter den Augen seines extra angereisten Vaters war Nadal hoch konzentriert, zeigte aber Respekt vor dem Hamburg-Sieger von 2013. Der Italiener schmiss auch einmal verärgert den Schläger und schimpfte auf Spanisch. Im zweiten Durchgang kämpfte sich Fognini nach zwei Breaks zurück, verpasste aber trotz zweier Satzbälle seine große Chance.

"Bin so motiviert wie lange nicht mehr"

Nadal hat nun Lust auf mehr: "Ich bin so motiviert wie lange nicht mehr, denn ich habe ein hartes Jahr hinter mir", meinte der 14-fache Sieger von Grand-Slam-Turnieren. "Die Punkte sind wichtig für mich, ich will mich für das ATP-Finale in London qualifizieren." Im Halbfinale gegen den Italiener Andreas Seppi hatte er für eine Schrecksekunde gesorgt, als er wegen eines verspannten Muskels im Rippenbereich behandelt wurde.

Auch seine Schulter bereitete Nadal Schmerzen: "Ich konnte den Aufschlag nicht viel trainieren." Sein Service blieb im Endspiel der wunde Punkt. Seine Knie und sein Rücken sollen derzeit aber okay sein. Ohnehin hat Nadal keine Zeit, sich lange mit Blessuren aufzuhalten: In den nächsten Wochen kann er viele Punkte sammeln, besonders bei den US Open, wo er 2014 wegen Handgelenksproblemen gefehlt hatte.

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