Nachlesen: "Überlebende" der einstigen SAirGroup: Crossair flog als Swiss weiter!

2005 kam dann aber Übernahme durch die Lufthansa

Mit dem Swissair-Konkurs sind 2001 nicht alle Firmenteile untergegangen. Allen voran überlebte die Crossair, sie flog unter dem Namen Swiss in eine neue Zukunft. Andere SAir-Firmen wurden zudem unter neuen Besitzern weitergeführt.

Die Muttergesellschaft SAirGroup, das Finanzierungsvehikel Flightlease, die Airline-Tochter SAirLines und die Swissair wurden liquidiert. Nicht so die Crossair, die 2001 von den Großbanken für 260 Mio. Franken (161 Mio. Euro) aus dem Verbund herausgelöst worden war und dank Milliarden von Bund und Wirtschaft als Swiss weiter flog. 2005 wurde die Swiss von der deutschen Lufthansa übernommen.

Das Flugzeugwartungsunternehmen SR Technics und die Bodenabfertigungsfirma Swissport wurden zunächst von Beteiligungsgesellschaften aufgekauft und weiter betrieben, bevor sie weiter verkauft wurden.

Bei der SR Technics war dies erst im vergangenen November der Fall. Die Investmentgesellschaften 3i und Star Capital fanden in einem arabischen Konsortium einen neuen Besitzer für die ehemalige SAir-Tochter. Die Investmentgesellschaft Mubadala Devlopement, der Luftfahrtdienstleister Dubai Aerospace Enterprise (DAE) und das Investmenthaus Istihama zahlten 1,6 Mrd. Franken für SR Technics.

Swissport wurde im Oktober 2005 von Candover an die spanische Ferrovial verkauft. Die Transaktion kostete Ferrovial 646 Mio. Euro, umgerechnet rund 1 Mrd. Franken.

Im Dezember 2001 übernahm der texanische IT-Konzern EDS die Informatik-Tochter Atraxis.

Weitere SAir-Firmen kamen 2002 in neue Hände. So wurde das Luftfrachtunternehmen Cargologic an die deutsche Rhenus-Gruppe verkauft. Swisscargo wurde liquidiert, Infrastruktur und Angestellte wurden aber von der Crossair übernommen, die für ihre Flotte einen eigenen Frachtbetrieb aufbauen wollte.

Schon im August 2001 standen rentable Firmenteile zum Verkauf, um die angespannte finanzielle SAirGroup zu entlasten. So wurde der Verkauf der Detailhandelskette Nuance an die italienischen Gruppen PAN und Stefanel im August 2001 angekündigt, aber erst nach dem Untergang der SAirGroup vollzogen.

Die Catering-Tochter Gate Gourmet ging für 1,09 Mrd. Franken an die US-Investmentgesellschaft Texas Pacific. Die Gastromomie-Tochter Restorama wurde von der britischen Compass Group übernommen.

Auch zu Geld wurde schon frühere die Hotelkette Swissotel gemacht. Im April 2001 verkaufte die SAir die 23 Betriebe an die Luxushotel-Kette Raffles in Singapur für umgerechnet 410 Mio. Franken. (apa)