Nachdenkpause für Cassano: Real Madrid wirft italienischen Stürmer aus dem Kader

Heißsporn beschimpfte Coach Capello als "Mistkerl" PLUS: David Beckham will bei den Königlichen bleiben

Nachdenkpause für Cassano: Real Madrid wirft italienischen Stürmer aus dem Kader

Wegen Beschimpfung seines Trainers Fabio Capello ist der italienische Fußball-Nationalspieler Antonio Cassano von seinem Klub Real Madrid vorerst aus dem Kader ausgeschlossen worden. Cassano müsse zudem wegen "Disziplinlosigkeit und mangelnden Respekts vor dem Trainer" eine Geldstrafe zahlen, teilte die Vereinsführung mit. Der Stürmer hatte sich bei seinem Landsmann bitter darüber beschwert, dass er erneut auf der Ersatzbank schmoren musste.

Nach Reals 3:1-Sieg am Samstag im Ligaspiel bei Gimnastic Tarragona hatte Cassano laut Medienberichten Capello in der Kabine beschimpft mit den Worten: "Du Mistkerl! Ich habe früher bei Roma für dich die Knochen hingehalten, und das ist jetzt der Lohn dafür."

Real teilte nicht mit, wie lange der Ausschluss aus dem Kader währen soll. Cassano war bereits vor seinem Wechsel von Rom nach Madrid vor knapp einem Jahr der Ruf eines Enfant terrible vorausgeeilt. Der Italiener hatte sich bei der AS Roma mit seinen Teamkameraden zerstritten und war längere Zeit aus dem Kader verbannt worden.

In Madrid stand er lange Zeit wegen seines Übergewichts in der Kritik. Anfang der Saison berief Capello seinen Landsmann mehrfach in die Stammelf. Cassano bekam neuen Mut, doch noch bei Real den Durchbruch zu schaffen. Seit mehreren Wochen war er jedoch nur noch zweite Wahl. Er teilt dieses Los mit Ronaldo, der ebenfalls unzufrieden sein soll.

Einen vergleichbaren Fall von Disziplinlosigkeit hatte es bei den "Königlichen" zuletzt im Jahr 2000 gegeben. Damals hatte der Franzose Nicolas Anelka sich geweigert, am Training teilzunehmen. Er wurde ebenfalls aus dem Kader verbannt und später zu Paris Saint-Germain transferiert.

Beckham will bei Real bleiben
Der frühere englische Fußball-Nationalteamkapitän David Beckham hat bekannt gegeben, dass er bei Real Madrid bleiben möchte. Damit widersprach der 31-Jährige den permanenten Gerüchten, wonach er schon bald zurück auf die britische Insel oder in die amerikanische Liga wechseln könnte. Beckham ist derzeit beim spanischen Rekordmeister nur Reservist.

"Meine Zukunft liegt hier, mein Leben ist hier. Ich werde mit keinem Team sprechen, ich werde im Jänner nirgendwohin wechseln", stellte der Glamour-Kicker klar. Beckhams Vertrag mit den Madrilenen läuft mit Saisonende aus, laut eigener Aussage wird derzeit über eine Verlängerung gesprochen.

Das britische Boulevardblatt "Sun" hatte kürzlich berichtet, Real sei bereit, Beckham im Jänner für einen "Schnäppchenpreis" von 7,5 Millionen Euro an einen anderen Klub abzugeben. Real-Präsident Ramon Calderon bestritt solche Absichten. Beckham betonte: "Ich will Real nicht durch die Hintertür verlassen. Ich möchte mit dem Klub einen Titel gewinnen."

Er wolle mit Geduld daran arbeiten, unter Coach Fabio Capello in die Stammelf zurückzukehren. Zuletzt war über einen Beckham-Transfer zu Tottenham, Celtic Glasgow oder einem amerikanischen MLS-Klub spekuliert worden.

(apa/red)