Nach enttäuschender WM jetzt der 3. Platz:
Hoffmann über 15 km auf dem Siegerpodest

Lahti: Nach über einem Jahr wieder auf dem Stockerl Langlauf: Nur Legkow und Cottrer sind schneller

Nach enttäuschender WM jetzt der 3. Platz:
Hoffmann über 15 km auf dem Siegerpodest © Bild: Reuters

Nach einer enttäuschenden WM hat Langläufer Christian Hoffmann zumindest im Weltcup wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der 34-jährige Oberösterreicher lief in Lahti als Dritter über 15 Kilometer im freien Stil erstmals seit über einem Jahr wieder auf das Podest. Hoffmann musste sich nur dem russischen Sieger Alexander Legkow und dem Italiener Pietro Piller Cottrer geschlagen geben.

Bei seinem zweiten Saisonsieg blieb Legkow im Ziel 20,7 Sekunden vor Hoffmann, der seinerseits nur eine Sekunde vor dem viertplatzierten Weißrussen Sergej Dolidowitsch lag. Seinen zuvor letzten Podestplatz hatte der 30-km-Olympiasieger von 2002 am 16. Februar 2008 in Liberec verbucht. In Finnland war es der insgesamt 19. seiner Karriere.

"Ich habe während dem Rennen gar nicht gewusst, dass es für das Podest reichen könnte. Hinter mir ist die Spur schneller geworden, somit habe ich damit gar nicht spekuliert", meinte Hoffmann, der sich die entscheidenden Sekunden auf den letzten zweieinhalb Kilometern geholt hatte. "Normalerweise ist die Anfangsphase meine Schwäche. Deshalb bin ich auch am Vortag im Sprint gestartet", erklärte Hoffmann sein Erfolgsrezept.

Für die in Liberec arg geprügelte Langlauf-Sparte des ÖSV ist Hoffmanns Podestplatz ein Lichtblick. Der Staffel-Weltmeister von 1999 hatte wegen einer im Herbst erlittenen Rippenverletzung lange pausieren müssen und vor den Titelkämpfen in Tschechien nur zwei Weltcup-Einsätze absolviert. Der Routinier hatte sich in Volksläufen auf die 50-km-Distanz vorbereitet, war bei der WM aber nicht über Rang 25 hinausgekommen. "Ich war auch dort gut drauf, nur da hat es aus anderen Gründen nicht gepasst. Dass die Form stimmt, habe ich gewusst", sagte der Oberösterreicher, der bei der WM mit Materialproblemen zu kämpfen hatte.

(apa/red)