Nach Vorwürfen von

Peter Pilz will
politisch aktiv bleiben

Nach Vorwürfen - Peter Pilz will
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Peter Pilz entschuldigte sich nach den Vorwürfen der sexuellen Belästigung bei "verletzten Frauen". Eine Rückkehr in die Politik ist geplant.

Der mit Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontierte Politiker Peter Pilz entschuldigt sich nun via Facebook bei den betroffenen Frauen. "Es lag nie in meiner Absicht, Frauen durch mein Verhalten zu kränken und zu verletzen. Aber es kommt dabei nur auf eines an: wie das, was ich tue, verstanden wird", schrieb Pilz Dienstagabend unter dem Titel "Meine Entschuldigung".

Rückkehr in Politik geplant

"Deshalb möchte ich mich hiermit in aller Form öffentlich bei allen Frauen entschuldigen, die ich durch mein Verhalten gekränkt und verletzt habe. Es geht nicht um mich, es geht um sie", so der ehemalige grüne Abgeordnete und Gründer der Liste Pilz. Zugleich kündigte Pilz an, dass er sich "für einige Zeit" zurückziehen und "nicht erreichbar" sein werde, danach aber in die Politik zurückkehren will.

Peter Pilz will politisch aktiv bleiben. Eine richtige Entscheidung?

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Kolba interimistischer Klubobmann

Der ehemalige VKI-Konsumentenschützer und Polit-Neuling Peter Kolba wird fürs Erste die Liste Pilz im Nationalrat anführen. Er sei in der konstituierenden Sitzung des neuen Parlamentsklubs zum interimistischen Klubobmann gewählt worden, sagte Kolba selbst am Mittwoch. Als interimistische Stellvertreter seien Stephanie Cox, Daniela Holzinger und Wolfgang Zinggl gewählt worden.

Die Liste will sich nach dem vorläufigen Rückzug ihres Gründers Peter Pilz Zeit nehmen, sich neu aufzustellen. Die Interimsphase solle daher voraussichtlich bis Ende Jänner 2018 dauern. Pilz hatte erklärt, sein Mandat nicht anzunehmen, nachdem ihm mehrere Frauen vorgeworfen hatten, von ihm sexuell belästigt worden zu sein.

Auch Martha Bißmann, die für Pilz nachrückt, soll morgen bereits angelobt werden. Kolba hofft, dass die dafür notwendigen Formalitäten bis dahin erledigt sind. Pilz habe seinen Mandatsverzicht zwar gegenüber dem Klub schon erklärt, dieser müsse aber noch rechtzeitig bei der Parlamentsdirektion einlangen.

In einer schriftlichen Erklärung des Klubs hieß es zudem: "Selbstverständlich ist der Umstand, dass Peter Pilz dem Klub jetzt nicht angehören wird, nicht auszugleichen, aber wir werden gemeinsam mit ihm der entschlossenste Gegenpol zu einer schwarz-blauen Regierung sein und damit den Grundstein für eine neue Mehrheit der Menschlichkeit und sozialen Gerechtigkeit für die nächste Nationalratswahl legen."

Die Klubsitzung der Liste Pilz dauerte am Mittwochnachmittag noch an. Bisher beschlossen wurde auch ein Klubstatut, wie Kolba sagte. Darin sei auch das freie Mandat verankert, das bei der Liste Pilz auch wirklich so gelebt werden soll.

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