Nach Verkauf an Red Bull: Stoddart will
mit Minardi 2008 wieder Formel 1 fahren

Laut Regeln der FIA aber nur 12 Teams zugelassen Investmengruppe CVC schloss Kauf der Formel 1 ab

Auch der frühere Minardi-Boss Paul Stoddart (50) hat laut eigenen Angaben für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2008 genannt. "Ich habe mich als 'European Minardi F1 Team Limited' einschreiben lassen" bestätigte der mit seiner Fluglinie Ozjet ins Straucheln gekommene Luftfahrt-Unternehmer am Dienstag gegenüber Reuters. Der Australier hatte im Vorjahr den Minardi-Rennstall an Red Bull verkauft. Das Team heißt mittlerweile Scuderia Toro Rosso, Hälfteeigentümer ist Gerhard Berger.

Erst am Montag hatten sich auch die Teams der Hersteller-Vereinigung GPMA (BMW, DaimlerChrysler, Honda, Renault und Toyota) ebenfalls für die WM 2008, die unter neuen kommerziellen Bedingungen stattfinden wird, eingeschrieben. Damit sind alle elf derzeit in der WM startenden Teams gemeldet.

Weil der Automobil-Weltverband FIA aber auch eine deutliche Kostenreduzierung anstrebt, herrscht offensichtlich ein ziemliches Gerangel um die Teilnahme an der WM ab 2008. Der frühere Benetton- und BAR-Teamchef David Richards ist mit einem Team im Gespräch, auch die japanische Investorengruppe Direxiv hat zusammen mit Alexander Wurz diesbezügliche Pläne. Es können aber maximal 12 Teams teilnehmen. Meldeschluss ist der 31. März, also am Freitag.

Die Investmentgruppe 'CVC' hat am Dienstag bekannt gegeben, dass ihre Tochtergesellschaft 'Alpha Prema' nun endgültig die Anteile der bisherigen Formel-1-Holding 'SLEC' kontrolliert. Nachdem die Wettbewerbskommission der Europäischen Union grünes Licht gegeben hatte, konnten auch die Formalitäten erledigt werden. CVC muss aber dafür den Motorrad-WM-Vermarkter Dorna abgeben. (apa/red)