Nach Verkauf von

Niemetz-Schwedenbomben
bleiben in Wien

Standort in Wien-Landstraße wird 2015 aufgegeben, bleibt aber im "Großraum Wien"

Nach Verkauf - Niemetz-Schwedenbomben
bleiben in Wien © Bild: APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH

Das Geschäft mit den Schwedenbomben läuft wieder. Das vom rumänischen Heidi Chocolat aufgekaufte Unternehmen Niemetz wachse zurzeit zweistellig. Dennoch muss der Standort in Wien-Landstraße im nächsten Jahr aufgegeben werden. Niemetz will aber im "Großraum Wien" bleiben.

Die Österreicher haben erfolgreich für die Weiterproduktion "ihrer" Schwedenbomben gekämpft und den Hersteller Niemetz aus den Miesen gezogen. Nicht zuletzt wegen der Facebook-Kampagne "Rettet die Schwedenbomben" und der dadurch ausgelösten Hamsterkäufe kam es zu einer Bieterschlacht zwischen Interfood, Raiffeisengruppe Oberösterreich, Manner, Heindl und der rumänischen Heidi Chocolat. Letzte kaufte für 5,25 Mio. Euro und tilgte so problemlos die Schulden von 4,2 Mio. Euro. Alle ehemaligen Mitarbeiter, die unter der neuen Führung weitermachen wollten (etwa 80 Prozent), wurden laut Presse übernommen - ein Glücksfall für Niemetz.

Aus alt mach neu

Der zum Julius Meinl Konzern gehörige Heidi verodnete Niemetz ein Marketing-Makeover und ersetzte alte Produktionsgeräte und Anlagen durch neue. "Wir konnten nicht vernünftig produzieren, das ist jetzt gewährleistet", sagte Heidi-Aufsichtsratschef Gerald Neumair dem ORF. Derzeit würden zwischen 150.000 und 400.000 Schwedenbomben täglich produziert.

Das kostet der Umzug

Drei Jahre würde es noch dauern, ehe nachhaltig Gewinne geschrieben werden könnten, prognostizierte Neumair Niemetz. Derzeit würde nach einem neuen Standort gesucht. Das Produktionsgelände am Rennweg wurde im Rahmen der Sanierung verkauft und sei noch bis nächstes Jahr im Einsatz. Drei Standorte in Wien sind laut Presse in der engeren Auswahl: "Was ich sagen kann ist, dass wir im Großraum Wien bleiben. Also entweder in Wien direkt oder in unmittelbarer Nähe." "Wir müssen uns auf jeden Fall auf höhere Kapazitäten vorbereiten", ergänzt Neumair in einem Interview mit der Presse. Derzeit konsumieren die Österreicher pro Kopf und Jahr eine Sechserpackung Schwedenbomben. "Wir glauben, dass wir das verdoppeln können." Der Umzug ist Heidi demnach zehn Millionen Euro wert.

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