Nach Verhaftung in Frankreich: Mord-Verdächtiger wird nach OÖ ausgeliefert

Soll seine Freundin am Ostermontag erstochen haben Nach Ankunft am Wr. Flughafen in Justizanstalt Wels

Jener 25-jährige Maler aus Oberösterreich, der in der Nacht auf Ostermontag seine Freundin erstochen haben soll, wird nun nach Österreich überstellt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Wels. Der Mann war am 20. April in Frankreich verhaftet worden. Nach seiner Ankunft in Wien soll der Verdächtige in die Justizanstalt Wels gebracht werden.

Der Oberösterreicher wird von Wiener Beamten in Frankreich abgeholt und nach Österreich gebracht. Das sei "durchaus so üblich", sagte Alois Lißl von der mit dem Fall befassten Sicherheitsdirektion Oberösterreich. Es sei organisatorisch einfacher. Wenn man den Verdächtigen von Straßburg nach Linz bringen würde, müsste das mangels Direktflug mit dem Auto erfolgen. Um mit einem Straftäter durch Deutschland zu fahren, brauche man spezielle Genehmigungen, erklärte Lißl.

Dringender Tatverdacht
Der Oberösterreicher wird verdächtigt, in der Nacht auf Ostermontag seine Freundin, eine 26-jährige Grafikerin, in seinem Haus in Eberstalzell (Bezirk Wels-Land) erstochen zu haben. Der Vater der Ermordeten fand die Leiche seiner Tochter dort drei Tage später.

Der 25-Jährige war seither spurlos verschwunden. Eine europaweite Fahndung nach ihm wurde eingeleitet. In Straßburg in Frankreich ging der Verdächtige schließlich der Polizei bei einer Routinekontrolle ins Netz. Der Maler wurde in Frankreich einvernommen, er hat die Tat gestanden. Ende vergangener Woche hat das Gericht in Colmar dem Auslieferungsantrag der österreichischen Behörden stattgegeben. (APA/red)