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Nach Unwetter - Versicherungen rechnen mit Millionenschäden

UNIQA erwartet zwischen fünf und zehn Mio. Euro

Nach den Unwettern der letzten Tage und dem großen Aufräumen zeichnet sich langsam das Ausmaß der Schäden ab. Durch die starken Unwetter und Murenabgänge in der Steiermark, in Salzburg, Kärnten und Tirol erwarten die heimischen Versicherer Schäden in Millionenhöhe. Vor allem die Gebäude- und Kaskoversicherungen sind betroffen. Die UNIQA rechnete mit Schäden zwischen fünf und zehn Mio. Euro.

Der Versicherer ging von mehr als 1.000 Schadensmeldungen aus. "Es gab wegen des Starkregens vor allem überflutete Keller, die ausgepumpt werden mussten. Vom Hagel, der diesmal punktuell Schäden anrichtete, werden aktuell nur wenige Autos betroffen sein", so Andreas Kößl, Vorstand für Sachversicherungen bei UNIQA Österreich, am Dienstag in einer Aussendung.

Bei der Tiroler Versicherung rechnete man mit einem Gesamtschadenaufwand von etwa 1,2 Mio. Euro inklusive Blitzschäden. Für den derzeit größten gemeldeten Einzelschaden, den Wellnessbereich eines Hotels, wurde eine Reserve von 600.000 Euro angelegt, so die Tiroler Versicherung zur APA. Die Wiener Städtische ging in einer ersten Schätzung von rund einer Mio. Euro Schäden aus. "Wir haben zurzeit 150 Schadensmeldungen", so Unternehmenssprecher Christian Kreuzer zur APA. Auch die Grazer Wechselseitige zählte "sehr viele Schäden". Die Allianz Österreich meldete ein steigendes Schadenaufkommen.

Betroffene sollten Schäden sobald wie möglich bei der Versicherung melden. "Neben Fotos ist auch die Dokumentation des Schadenshergangs für die Schadensmeldung hilfreich", riet die UNIQA.

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