Nach gescheitertem Überfall in Deutschland: Bewaffneter hielt seinen Sohn als Geisel

Verschanzte sich mit 5-jährigem Buben in Wohnung Geiselnahme endet unblutig: Polizei befreite Kind

Nach gescheitertem Überfall in Deutschland: Bewaffneter hielt seinen Sohn als Geisel © Bild: dpa/Thissen

Ein bewaffneter Mann hat sich mit seinem fünf Jahre alten Sohn in seiner Wohnung in Thüringen verschanzt. Der 30-Jährige hatte in Bad Langensalza mit einer Pistole erfolglos versucht, einen Supermarkt zu überfallen, berichtete die Polizei. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte er den kleinen Buben mit. Danach flüchtete der Mann in seine Wohnung.

Als die Polizei ihn in dem Plattenbau stellen wollte, habe er gedroht: Die Beamten sollten gehen, "sonst sterben alle". Nach Angaben von Zeugen soll der Mann noch andere Waffen besitzen. Zudem drohte der Mann, der einige Boas besitzen soll, mit der Freilassung gefährlicher Schlangen.

Mann fordert Ruhe
Der Mann forderte, in Ruhe gelassen zu werden und dass niemand in die Wohnung komme, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Nordhausen. Der Mann sei verheiratet, lebe aber getrennt von seiner Frau. Die Frau habe sich inzwischen bei der Polizei eingefunden. Weitere Kinder habe das Paar nicht.

Bei dem Überfall in dem nur wenige Meter von der Wohnung entfernten Supermarkt habe es nicht so ausgesehen, als ob er das Kind mit Gewalt mitgenommen habe oder bedroht hätte, äußerte der Polizeisprecher. Polizeibekannt sei der 30-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Geiselnahme unblutig beendet
Inzwischen ist die Geiselnahme ohne Verletzte zu Ende gegangen. Ein Spezialkommando der Polizei stürmte die Wohnung, in der sich der bewaffnete 30-Jährige mit seinem Sohn verschanzt hatte. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen, sagte ein Polizeisprecher. Dem Kind gehe es gut.

(apa/red)