Nach Tour-Skandal: Winokurow bestreitet Doping und will die Analysen anfechten

Kasache: "Ich habe immer die Regeln respektiert" Auch B-Probe bei Winokurow positiv ausgewertet

Der Kasache Alexander Winokurow hat bekräftigt, dass er weder Doping-Produkte verwendet noch einen verbotene Methode angewendet habe. Dem Kapitän des Astana-Teams war nach zwei Etappensiegen bei der Tour de France eine Fremdbluttransfusion nachgewiesen worden. "Ich habe immer die Regeln respektiert. Diese Test-Ergebnisse machen keinen Sinn. Mit all der Aufmerksamkeit, die auf Doping gerichtet ist, müsste man verrückt sein, das zu machen, was man mit vorwirft. Und ich bin nicht verrückt", erklärte Winokurow in einem Kommunique.

Winokurow kündigte an, dass er die Test-Ergebnisse anfechten werde. Dazu hat er sich die Dienste des Anwalts Maurice Suh gesichert, der auch den des Dopings überführten vorjährigen Tour-Sieger Floyd Landis vertritt. Dieses Verfahren ist noch immer nicht abgeschlossen. So wie bei Landis (künstliches Testosteron nachgewiesen) geht die Strategie von Suh auch im Fall Winokurow auf Fehler bei der Auswertung der Proben durch das Anti-Doping-Labor in Chatenay-Malabry.

"Derzeit hat die Öffentlichkeit nur eine Sicht der Dinge. Man sollte aufmerksam bleiben und nicht annehmen, dass das Labor alles gemacht hat, um präzise Ergebnisse zu erhalten", erklärte Suh.

Auch die Untersuchung der B-Probe hat unterdessen ein positives Resultat gebracht. Bei einer zweiten Kontrolle zwei Tage später weist die A-Probe ebenfalls auf Fremdblut-Doping hin, diese B-Probe ist noch nicht ausgewertet.

(apa/red)