Nach Tod eines Israelis: Luftwaffe fliegt neuerlich Angriffe auf Hamas-Positionen

Aufruf zu Waffenruhe von beiden Seiten abgelehnt

Nach dem Tod eines Israelis durch palästinensischen Raketenbeschuss hat die israelische Armee am Sonntagabend im Gazastreifen wieder Luftangriffe auf Positionen der radikalislamischen Hamas geflogen. Der Angriff in Deir el Balah richtete sich nach Angaben eines Armeesprechers gegen das Quartier einer der Hamas nahe stehenden paramilitärischen Gruppe.

Opfer gab es den Angaben zufolge keine. Regierungschef Ehud Olmert hatte zuvor Angriffe auf palästinensische Positionen im großen Maßstab angekündigt, nachdem in der Grenzstadt Sderot ein 36-jähriger Israeli durch palästinensische Raketen getötet worden war. Auch nach Einbruch der Dunkelheit setzten radikale Palästinenser ihre Angriffe auf Israel fort. Eine Rakete traf ein Haus in der israelischen Stadt Sderot, dabei wurde nach Angaben von Rettungskräften ein Mensch verletzt.

Die Hamas-Regierung und die israelische Regierung wiesen derweil einen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vorgelegten Plan für eine Waffenruhe zurück. Demnach sollten die palästinensischen Gruppen zunächst für die Dauer eines Monats auf die Raketenangriffe auf israelisches Territorium aus dem Gazastreifen verzichten.

Israel sollte im Gegenzug seine militärischen Vergeltungsangriffe einstellen. Olmert verweigere sich einem Waffenstillstand, die Hamas sei für die Eskalation nicht verantwortlich, sagte ein Sprecher der Bewegung in Gaza. Olmert sagte, seine Regierung entscheide eigenständig über ihr Vorgehen und fühle sich an keinen Zeitplan gebunden.

(apa/red)