Nach dem Terroralarm: Die aktuellen Hand-gepäcksregeln im britischen Flugverkehr

Nur wenige Dinge dürfen noch mit in den Flieger

Fluggäste, deren Reise in einem britischen Flughafen beginnt, dürfen von sofort an kein Handgepäck mit an Bord nehmen. Das haben die britischen Sicherheitsbehörden angeordnet. Die Regelung gilt auch für Transferpassagiere, die in einem britischen Flughafen umsteigen. Sämtliches Handgepäck muss aufgegeben werden.

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat eine Liste der wenigen Gegenstände veröffentlicht, die noch ins Flugzeug mitgenommen werden dürfen. Erlaubt ist demnach ein einziger - möglichst transparenter - Plastikbeutel. Nur darin - und nicht in Kleidungstaschen - dürfen folgende Gegenstände mitgeführt werden:

- Brieftaschen und Geldbörsen in Taschenformat, samt Inhalt (z.B. Geld, Kreditkarten, Ausweise usw.)

- Reiseunterlagen, die für die Reise unbedingt erforderlich sind (z.B. Reisepässe und Tickets)

- Rezeptpflichtige Arzneimittel und medizinische Artikel ­ ausreichend und unerlässlich für den Flug (z.B. Bedarf für Diabetiker), außer in flüssiger Form, sofern diese nicht bescheinigt sind.

- Brillen und Sonnenbrillen, ohne Etui

- Kontaktlinsenhalter, ohne Flaschen mit Kontaktlinsen-Lösung

- Für Fluggäste, die mit Kleinkindern reisen: Babykost, Milch (der Inhalt jeder Flasche ist von dem das Kleinkind begleitenden Fluggast zu probieren) und Sanitärartikel - ausreichend und unerlässlich für den Flug (Windeln, Pflegetücher, Cremes und Windel-Entsorgungsbeutel)

- Sanitärartikel für Damen ­ ausreichend und unerlässlich für den Flug, sofern nicht kartoniert (z.B. Tampons, Binden und Pflegetücher)

- Papiertaschentücher (nicht kartoniert) und/oder Stofftaschentücher

- Schlüssel - aber keine elektrischen Schlüsselanhänger

- Alle Fluggäste werden durchsucht, und ihre Schuhe und alle mitgeführten Gegenstände werden geröntgt.

- Kinderwagen und Gehhilfsmittel werden geröntgt, und nur die vom Flughafen gestellten Rollstühle dürfen die Sicherheitskontrolle passieren.

US-Behörden verbieten Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck
Nach der Vereitelung von Terroranschlägen auf Transatlantik-Flüge haben die US-Behörden die Mitnahme von Flüssigkeiten und Gels im Handgepäck von Flugreisenden verboten. Wie die US-Behörde für Verkehrssicherheit (TSA) am Donnerstag mitteilte, umfasst das Kabinen-Verbot "Getränke, Shampoos, Sonnencreme, Zahnpasta und andere Dinge ähnlicher Konsistenz".

Die US-Regierung rief die "schwer wiegende" Alarmstufe Rot für die täglich durchschnittlich 106 Flüge zwischen den USA und Großbritannien aus; für Flüge innerhalb der USA sowie für Verbindungen zu anderen Zielen gilt die "hohe" Alarmstufe Orange.

Ausgenommen vom Flüssigkeitsverbot in den Flugzeugen sind laut TSA abgepumpte Muttermilch, Babymilch oder Saft, wenn Babys oder Kleinkinder reisen. Patienten können zudem Medizin mit sich führen, wenn diese ein Etikett mit demselben Namen trägt, der auch auf dem Flugschein steht. Auch nicht verschreibungspflichtige, aber wichtige Medizin wie Insulin bleibt erlaubt. Die in der Kabine verbotenen Gegenstände müssen mit dem übrigen Gepäck bei Einchecken aufgegeben werden. (apa/red)