Nach tagelanger Suche: Verschwundener
US-Diplomat auf Zypern tot gefunden

Militärattaché Mooney beging offenbar Selbstmord Noch keine offiziellen Angabe zu Todesursache

Nach tagelanger Suche: Verschwundener
US-Diplomat auf Zypern tot gefunden

Der auf Zypern vermisste amerikanische Diplomat Thomas Mooney ist tot. Nach Angaben der zypriotischen Polizei gibt es in dem Fall keinen terroristischen oder kriminellen Hintergrund. Reporter des griechischen Nachrichtensenders SKAI berichteten, der Amerikaner habe Selbstmord begangen. Ein Regierungssprecher meinte dazu: "Wir haben im Moment offiziell nichts zu sagen. Wir erwarten die Ergebnisse der Untersuchungen".

Der Militärattaché verschwand mit seinem Auto. Nach Angaben der zypriotischen Polizei wurde die Leiche des 45-jährigen Oberstleutnants der US-Armee nahe der Ortschaft Lefka westlich der Haupstadt Nikosia in einem unwegsamen Gelände 150 Meter von seinem Auto entfernt entdeckt. Zur Todesursache seien Ermittlungen eingeleitet worden, erklärte Botschafter Ronald Schlicher.

Ein Bauer hatte zuerst das Auto und dann die Leiche des Amerikaners gefunden, berichtete der staatliche Rundfunk.

Mooney hatte nach Dienstende sein Büro verlassen und war seitdem verschwunden. Er war im Juni 2006 nach Zypern gekommen und soll nach Medienberichten zuvor in verschiedenen Staaten des Nahen Ostens - darunter auch im Irak - tätig gewesen sein.

Wegen des Todes des Diplomaten wurden alle Feierlichkeiten für den amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli in Nikosia abgesagt, teilte die Botschaft der USA mit. (apa/red)