Nach Sturz über Böschung: 71-jähriger Pensionist lag 27 Stunden in eiskaltem Bach

OÖ: Mit Körpertemperatur von 33 Grad gefunden Zwischenfall nur mit Abschürfungen überstanden

Ein 71-jähriger Pensionist ist in Kirchschlag (Bezirk Urfahr-Umgebung) in Oberösterreich 27 Stunden in einem Bach gelegen. Der Mann war über eine steile Böschung in das eiskalte Wasser gestürzt. Er wurde am Samstag mit einer Körpertemperatur von nur noch 33 Grad geborgen, ist nach dem Zwischenfall aber bereits wieder wohlauf. Das teilte Astrid Petritz vom AKh Linz mit.

Der Mann aus Leonding (Bezirk Linz-Land) war am Freitag vom Besuch seiner Wochenendhütte in Kirchschlag nicht nach Hause gekommen. Die Ehefrau und seine Tochter machten sich schließlich auf die Suche nach dem 71-Jährigen. Da er auch nicht mehr in der Hütte war, alarmierten die besorgten Angehörigen die Polizei. Diese hätte am Samstag mit einer großen Suchaktion begonnen.

In der Zwischenzeit gingen aber Mutter und Tochter noch den Weg ab, den der Vater normalerweise benutzte. Samstagmittag entdeckten sie schließlich den Pensionisten. Er war über eine 15 Meter hohe Böschung in einen Bach gestürzt. Die Polizei-Suchaktion konnte wieder abgeblasen werden. Der Mann musste von der Feuerwehr geborgen werden. Er hatte eine Körpertemperatur von nur noch 33 Grad und wurde vom Notarzt ins Linzer AKh eingeliefert.

Dort wurde festgestellt, dass sich der Mann neben der Unterkühlung lediglich Abschürfungen zugezogen hatte. Mit angewärmten Infusionen und einer Warmluftdecke wurde die Körpertemperatur langsam wieder angehoben. Dem 71-Jährige gehe es bereits wieder sehr gut und es sei ein Wunder, dass er den Zwischenfall nahezu unbeschadet überstanden habe, sagte Petritz. Ab 30 Grad Körpertemperatur sei man bewusstlos, ab 27 Grad höre das Herz auf zu schlagen, fügte die Sprecherin vom AKh noch hinzu. (apa/red)